Forderungen nach Pflegezeit und Pflegegeld für Angehörige werden lauter

  • 21 Apr
Bildbeschreibung: Eine ältere Mutter mit ihrer Tochter.

Niemand sollte gezwungen sein, wegen der Pflege eines Angehörigen ganz aus dem Job auszusteigen. Das hat Bundesfamilienministerin Lisa Paus in einem Gastbeitrag gefordert, der auf der Plattform t-online.de erschienen ist. „Wir brauchen endlich praxistaugliche Regeln für Betriebe“, schreibt sie. Daran arbeite die Bundesregierung mit Hochdruck. Pflegeverantwortung solle zudem nicht auf das familiäre Umfeld begrenzt sein. Die BAGSO unterstützt die Forderung nach einer Pflegezeit und Pflegegeld für pflegende Angehörige und nahestehende Personen ausdrücklich, wie es in einer Pressemitteilung der BAGSO heißt.

BAGSO-Vorsitzende Dr. Regina Görner: „Wir begrüßen, dass die Bundesregierung die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag umsetzen und die Pflegezeit endlich gesetzlich neu regeln will. Der Unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf hatte im vergangenen Jahr ein konkretes Modell zur Reform von Pflegezeit und Familienpflegezeit vorgeschlagen. Ein wichtiger Teil der Reform muss eine steuerfinanzierte Lohnersatzleistung sein. Die BAGSO appelliert an die Bundesregierung, trotz der Engpässe im Haushalt die Reform noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen. Das ist eine notwendige Investition in die gesundheitliche Infrastruktur unseres Landes. Wir dürfen die große Bereitschaft der Menschen, sich in der Pflege zu engagieren, nicht verspielen.“

Der Unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege schlägt vor, dass pflegende Angehörige ihre Arbeitszeit für Pflegeaufgaben bis zu 36 Monate reduzieren können. In dieser Zeit sollen sie Anspruch auf eine einkommensabhängige Lohnersatzleistung haben, das sogenannte Familienpflegegeld. Die BAGSO vertritt gemeinsam mit Mitgliedsverbänden die Betroffenen im Beirat und hat die Vorschläge mit erarbeitet.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) pflegen etwa zehn Prozent aller Berufstätigen Nahestehende in häuslicher Umgebung. „Fast jeder Betrieb beschäftigt Mitarbeitende in Pflegeverantwortung“, schreibt Familienministerin Lisa Paus. Eine Regelung für diese Menschen sei auch notwendig, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

HINWEIS: Wird die Seite 'inPrivat' oder im 'Inkonito' Modus aufgerufen, kann die Seite bei einigen Browsern nicht angezeigt werden.

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.


Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Datenschutzeinstellung

OPEN
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank