Pflegerat: Würde des Menschen und Pflege ins Grundgesetz aufnehmen

  • 24 Mai
Bildbeschreibung: Jemand hält die Hand von jemand anderen.

Zum 75. Jubiläum des Grundgesetzes betont der Deutsche Pflegerat die fundamentale Bedeutung des Artikels 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar". Dieser Grundsatz ist essenziell für alle Pflegeberufe.

Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, erklärt: „Die Achtung der Menschenrechte einschließlich der kulturellen Rechte, des Rechts auf Leben und Wahlfreiheit, das Recht auf Würde und respektvolle Behandlung sind grundlegende Prinzipien der gesamten Gesellschaft, die es zu achten gilt. Zugleich sind sie Kern und Grundpfeiler unseres Berufsverständnisses als Profession Pflege.“

Die Werte unseres Grundgesetzes und des Ethikkodex des ICN – International Council of Nurses müssen in ganz Deutschland jederzeit gelebt und umgesetzt werden. Als Profession Pflege stehen wir zu unserer Verantwortung und sind uns der Bedeutung unseres Grundgesetzes für unsere Demokratie bewusst. Das bedeutet auch, dass Organisationen und Parteien, die Menschen nicht in Ihrer Gleichheit wahrnehmen, für die beruflich Pflegenden niemals eine Option sein können. Die aktive Teilnahme bei rechtsradikalen und als verfassungsfeindlich eingeschätzten Parteien ist aus unserer Sicht nicht mit dem Kodex der beruflich Pflegenden zu vereinbaren. Gefordert sind wir als Pflegende und auch vor allem als Gesellschaft. Gleichheit und Würde – diese Prinzipien müssen von uns allen jederzeit und überall in Deutschland gelebt und umgesetzt werden.

Wir dürfen nicht nachlassen in unserem Einsatz für die Demokratie. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie erfordert von uns allen tägliches Engagement. Unser Grundgesetz lebt von verantwortungsbewussten Menschen, die ihre Rechte verteidigen und den Inhalt des Grundgesetzes schützen.

Unser Grundgesetz ist jedoch nicht unveränderlich. Es steht auch in der Verpflichtung für uns als Bürger:innen und als Gesellschaft gleichermaßen. Es soll uns schützen und unsere Rechte gewährleisten.

„Der Deutsche Pflegerat fordert, dass das Grundgesetz an einer entscheidenden Stelle erweitert werden muss, die für unsere Demokratie in Deutschland unerlässlich ist. Deutschland benötigt ein Grundrecht auf eine gute pflegerische Versorgung und auf gute Rahmenbedingungen für Pflegende", betont Christine Vogler.

„Bund und Länder müssen die Pflege als wichtigen Bestandteil der Gesundheitsversorgung anerkennen und fördern. Sie müssen sicherstellen, dass eine ausreichende und zugängliche Pflege von hoher Qualität gewährleistet wird. Es muss gewährleistet sein, dass genügend qualifizierte beruflich Pflegende zur Verfügung stehen und entsprechend ihrer Kompetenzen eingesetzt werden.

Neben der bereits im Koalitionsvertrag der Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP festgeschriebenen und im Grundgesetz aufzunehmenden Kinderrechte ist die Pflege eine weitere wichtige Stütze unserer Gesellschaft, die zudem neu ins Grundgesetz aufgenommen werden muss."

Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

HINWEIS: Wird die Seite 'inPrivat' oder im 'Inkonito' Modus aufgerufen, kann die Seite bei einigen Browsern nicht angezeigt werden.

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.


Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen Datenschutzeinstellung

OPEN
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank