Diabetes: Tipps für die richtige Fußpflege

  • 29 Nov
Bildbeschreibung: Das Foto zeigt jemanden bei der Fußpflege.

Vorsicht ist besser als Nachsicht - dieser Spruch gilt bei Menschen mit Diabetes und Fußproblemen ganz besonders. Denn vermeintlich harmlose Beschwerden an der Haut können zum großen Problem werden. "Sogenannte Hyperkeratosen - verdickte Hornhaut - können sich zum Beispiel an der Ferse zu Rhagaden entwickeln. Diese schmalen Risse können sehr schmerzhaft sein und sind außerdem Eintrittspforte für Krankheitserreger", sagt Anja Ueker, Apothekerin aus München, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

Im Winter ist die Fußpflege besonders wichtig

Daher ist es am besten, wenn solche Probleme gar nicht erst entstehen, sagt Apothekerin Ueker. Die Füße sollten deshalb möglichst täglich mit rückfettenden Zusätzen gebadet werden, Wirkstoffe sind zum Beispiel Harnstoff, Dexpanthenol oder Sojaöl. Diese Produkte sind in der Apotheke erhältlich. "Das Bad sollte nur kurz dauern, etwa fünf Minuten", rät Ueker. "Dabei unbedingt auf eine lauwarme Wassertemperatur zwischen 30 und 36 Grad achten - dafür am besten ein Badethermometer nutzen." Anschließend wird die gesunde Haut mit einer harnstoffhaltigen Creme geschmeidig gehalten - auf offenen Wunden sollte man Harnstoff meiden.

Im Winter, wenn die Haut trockener wird, ist die Pflege besonders wichtig. "Damit sich nicht übermäßig viel Hornhaut bildet, tragen Sie am besten Socken ohne scheuernde Nähte und Schuhe, die nicht drücken", empfiehlt Anja Ueker. "Wer bei der täglichen Fußpflege trotzdem Hornhaut oder Einrisse bemerkt, sollte nicht selbst mit Feile oder Schere tätig werden - die Gefahr von Verletzungen und daraus entstehenden Entzündungen ist zu groß." Besser: Die Ärztin oder den Arzt draufschauen lassen und sich für die Behandlung an eine geschulte medizinische Fußpflege wenden. In manchen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten dafür.

Wichtig sei, dass der Blutzucker gut eingestellt ist, betont Apothekerin Anja Ueker. Ist er über lange Zeit zu hoch, können Nerven und Blutgefäße im Bein beschädigt werden. Die Haut wird trockener, Verletzungen heilen schlechter, vor allem bei geminderter Durchblutung durch den Diabetes.

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