EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Lebenshaltungskosten der Menschen mit Behinderung steigen durch Inflation besonders stark

Bildbeschreibung: Jemand im Supermarkt mit einem Einkaufskorb.
Foto: © Tara Clark

Die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen e.V. appelliert anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung, am 5. Mai, die finanzielle Situation der Menschen mit Behinderung anlässlich des Krieges in der Ukraine im Blick zu halten. Die Inflation von über sieben Prozent stellt eine große Barriere im Alltag für sie dar. Eine Anpassung der Regelbedarfe und weitere Reformen sind nötig. Dazu sagt Landesvorsitzender Prof. Dr. Gerd Ascheid:

„Auch die Menschen mit Behinderung haben in den vergangenen Wochen große Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine gezeigt. Sie alle bewegen die schrecklichen Bilder aus der Ukraine. Doch der russische Angriffskrieg hat auch direkte Auswirkungen auf ihre Lebenssituation.

Hohe Preise bei Lebensmitteln, sowie Produkten und Dienstleistungen des täglichen Bedarfes sind für Menschen mit Behinderung derzeit eine große Belastung. Die Lebenshaltungskosten der Menschen mit Behinderung steigen auch, weil für unterstützende Dienstleistungen, auf die sie angewiesen sind, die Preise aufgrund der Inflation angehoben worden sind.

v

Das führt dazu, dass beispielsweise Assistenzleistungen oder Fahrtkosten, die teils selber getragen werden müssen, stark steigen. Somit können Weiterbildungsmaßnahmen, die zur Stärkung der Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung beitragen, noch weniger wahrgenommen werden, als schon bisher. Wir haben die Sorge, dass es nach der Corona-Pandemie erneut zu einer Isolation der Menschen mit Behinderung kommt, weil sie sich die normale Teilhabe und die Kosten einer Bildungsmaßnahme nicht mehr leisten können.

Eine schnelle Anhebung der Regelbedarfe der Menschen mit Behinderung ist notwendig, um diese Preissteigerung spürbar abzufangen. Ebenso sollten Bundesregierung und neue NRW-Landesregierung (Landtageswahl am 15. Mai 2022) schnell weitere Maßnahmen angehen, die zu einer finanziellen Verbesserung beitragen. Dazu würde eine vorgezogene, im Koalitionsvertrag der Ampel angekündigte Reform der Werkstattlöhne für Menschen mit Behinderung durchaus beitragen.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



Werbeblocker aktiv !

EU-Schwerbehinderung ist ein Nachrichtenmagazin und finanziert sich mit Werbung.

Um diesen Inhalt lesen zu können, schalten sie

bitte den Werbeblocker ab!

Wenn sie die Werbung zulassen, unterstützen sie uns, auch in Zukunft unser Angebot kostenlos anbieten zu können.


Impressum Datenschutz Nutzungsbedingungen

Kommentare (0)
No ratings yet. Be the first to rate!
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht
Einen Kommentar verfassen
Posting as Guest
×
Rate this post:
Suggested Locations
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank