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Arztpraxen & Co: Diskriminierung von Frauen mit Behinderung endlich beenden

Bildbeschreibung: Ein Arzt der einen Bogen ausfüllt und eine Patientin sitzt daneben.
Foto: © SHVETS production

Eigentlich sollten alle Menschen gleichberechtigten Zugang zum Gesundheitswesen haben. Doch gerade Mädchen und Frauen mit Behinderung werden nach wie vor benachteiligt, wenn es um den Zugang zu Arztpraxen und medizinischen Informationen geht.

Anlässlich des internationalen Aktionstags zur Frauengesundheit am 28. Mai fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb, die Diskriminierung der Betroffenen endlich zu beenden.

Mädchen und Frauen mit einer Behinderung werden in Deutschland nach wie vor an zahlreichen Stellen benachteiligt – so unter anderem auch im Gesundheitswesen. „Das fängt damit an, dass Praxen nicht barrierefrei zugänglich sind und zum Beispiel Röntgengeräte oder auch Untersuchungsliegen aufgrund der Behinderung nicht genutzt werden können“, erläutert Roswitha Reiß, Landesfrauensprecherin in Niedersachsen.

Zudem fehle es an entsprechenden Informationen in einfacher Sprache, damit Aufklärungsgespräche verständlich geführt werden können. „Nur, wenn auch die Kommunikation barrierefrei ist, können Betroffene ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen“, so Reiß weiter.

Aus Sicht des SoVD hätte in dem Bereich schon viel mehr passieren müssen. „Die UN-Behindertenrechtskonvention, die unter anderem festlegt, dass Menschen aufgrund ihrer Behinderung auch im Gesundheitsbereich nicht diskriminiert werden dürfen, ist seit 2009 geltendes Recht in Deutschland. Dass wir an dieser Stelle noch nicht weiter sind, ist ein Armutszeugnis“, betont die Landesfrauensprecherin.

Niedersachsens größter Sozialverband fordert daher, die Umsetzung viel stärker voranzutreiben, die Barrierefreiheit für Arztpraxen, Therapieeinrichtungen und Krankenhäuser flächendeckend einzuführen sowie Beratungs- und Aufklärungsgespräche in verständlicher Weise anzubieten.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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