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Trotz Behinderung nicht barrierefrei – Jeder lebt in seiner eigenen Welt

Bildbeschreibung: Auf dem Foto ist eine Weltkugel zu sehen, die auf einem Blatt Paper liegt und auf dem Blatt sind Fragezeichen zu sehen
Foto: © Arek Socha

In einer bewegten Stadt bewegen sich viele Menschen, gehen in Geschäfte, überqueren die Straße, tun eben das, was die Alltagsherausforderung so mit sich bringt. Dann gibt es noch jene Menschen, die mit einer Behinderung leben. Diese Menschen tun, oder versuchen es, genau das Gleiche mit oder ohne Assistenz. Das nennen wir Inklusion … ??!!??  -

96% aller Menschen mit Behinderung, haben ihre Behinderung durch ein Lebensereignis bekommen. Ob Krankheit, Unfall oder besondere Ereignisse die sich psychosomatisch ausgewirkt haben. Wenn wir von Inklusion reden, reden wir von allen Menschen mit einer Behinderung. Doch trotzdem leben alle in ihrer Welt? 

Worauf wird sich die Person mit einer psychischen Erkrankung konzentrieren? Worauf wird sich ein Rolli- Fahrer (Rollstuhlfahrer) konzentrieren? Worauf wird sich jemand mit einer geistigen Behinderung konzentrieren? Worauf wird sich jemand mit einer Behinderung konzentrieren, die mit eingeschränkten Sinnesorganen zu tun hat? Vermutlich tun alle das Gleiche. Sie konzentrieren sich auf jene Themen, die am Ende mit ihrer eigenen Behinderung zu tun haben. Die Folge, wir leben alle in unserer eigenen Welt. Tauschen uns vielleicht mit jenen aus, die mit gleichen Schicksalen behaftet sind. Doch wie sehr beschäftigt sich zum Beispiel ein Rollstuhlfahrer mit den Problemen eines erblindeten Menschen, oder den eines mit kognitiven Einschränkungen? Vermutlich wenig. Das ist ja Aufgabe der Politik oder jener die gesund sind …… Natürlich nicht, es gibt viele Menschen mit Behinderung, die sich intensiv für andere Menschen einsetzen, sogar Vereine gründen oder sich in Gruppen um Erfahrungsaustausch bemühen.

Trotzdem ist es ein Thema – Wir leben alle in unserer eigenen Welt – Wie soll sich beispielsweise jemand mit Sinnesbeeinträchtigungen in die Themen eines Rollstuhlfahrers hineinversetzen? Das funktioniert nur mit hohen Empathiegrad.

Es gibt aber noch ein weiteres Problem, das gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen besonders gut kennen. Wir nennen es „Schubladendenken“. Was wird von jemanden mit kognitiven Einschränkungen erwartet? Landet da nicht meist der Stempel „Dumm“ auf der Stirn? Gerade neulich schrieb jemand, selbst ein Mensch mit Behinderung, „Menschen mit kognitiven Einschränkungen hätten keine Fähigkeit sich selbst einzuschätzen“.  Das dem genau so nicht ist, davon war die Person nicht zu überzeugen.

Wenn wir es wirklich schaffen wollen das Inklusion erfolgreich wird, wir Barrierefreiheit in allen Bereichen erreichen wollen, wird das nur funktionieren, wenn wir die größte Barriere beseitigen. Die Barriere, die in unserem eigenen Kopf ist und uns daran hindert, uns in die Situation jener zu versetzen, die eine uns fachlich unbekannte Behinderung besitzen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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