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Coronavirus (SARS-CoV-2): Kein barrierefreier Zugang zu Informationen

Bildbeschreibung: Jens SPahn im Plenum des Deutschen Bundestag zum Coronavirus.
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

In Krisensituation ist ein guter Informationsfluss ausschlaggebend dafür, dass die Bevölkerung eines Landes gut informiert ist und adäquat handeln kann. Für einen guten Informationsfluss sind nicht nur die Medien verantwortlich, sondern auch die informierenden Stellen. Bei einer drohenden Epidemie oder Pandemie sind die informierenden Stellen, meist die zuständigen Behörden. Diese bedienen sich neben den klassischen Printmedien, dem Radio oder bildgebenden Medien wie Fernsehen oder Videopräsentationen im Internet.

Gerade in einer inklusiven Welt in der Teilhabe, gerade nach der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention, selbstverständlich sein sollte, könnte man erwarten, dass in diesem Bereich auch ale möglichen Kommunikationswege genutzt werden um alle behinderten Menschen erreichen zu können. Leider funktioniert das aktuell immer noch nicht (wir berichteten) wie am Beispiel des Informationsflusses zum Coronavirus zu sehen ist.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) oder auch das Robert-Koch-Institut (RKI) sind in Deutschland federführend, neben den einzelnen Bundesländern, was den Informationsfluss die Bevölkerung an geht. Doch genau hier hapert es immer noch. Zwar sind einige Videos mittlerweile mit Untertiteln versehen, doch jene Menschen die auf Gebärdensprache angewiesen sind, werden nicht informiert.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat ein Informationsvideo bereitgestellt, welches generell über den Coronavirus informiert und in Gebärdensprache ist. Geht es allerdings um tagesaktuelle Informationen, sind viele Menschen auf fremde Hilfe angewiesen, wenn es um die Übersetzung in Gebärdensprache geht.

Das Informationsvideo ist vom 27.02.2020 uns stellt daher nur eine Information dar. Videos in Gebärdensprache, die sich auf den aktuellen Tagesstatus beziehen gibt es im Netz leider nicht. Barrierefrei geht anders. Umso verwunderlicher ist es, dass es offensichtlich von den zuständigen Verbänden noch keine Forderungen an die zuständigen Ministerien und Institute gibt.

Informationsvideo der Stadt Hamburg*

* Hinweis: Durch den Aufruf des Videos werden Sie über einen externen Link auf die Seite von Dritten weitergeleitet. Auf Art und Umfang der von diesem Anbieter übertragenen bzw. gespeicherten Daten hat EU-Schwerbehinderung keinen Einfluss.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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Kommentare (1)

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So wie es scheint ist die Regierung selbst von der Entwicklung der Situation völlig überfordert und das Handeln entsprechend unvollständig und nicht flächendeckend.

  Piratus
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