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Pflege Entlastungsbetrag: Nachbarschaftshelfer sollen anerkannt werden

Bildbeschreibung: Eine Frau die im Supermarkt einkauft.
Foto: © Anna Shvets

Erfolg für den VdK: Nach Angaben des Sozialministeriums soll es in Hessen künftig mehr Entlastungsangebote in der häuslichen Pflege geben, ein Ziel, für das der größte Sozialverband in Hessen und Thüringen seit langem kämpft. „Menschen, die einen Angehörigen daheim pflegen, brauchen die bestmögliche Unterstützung“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann.

„Deshalb freuen wir uns, dass das Sozialministerium in Wiesbaden angekündigt hat, unsere Forderung nach Abbau der bürokratischen Hürden bei der Anerkennung von Anbietern haushaltsnaher Dienstleitungen umzusetzen.“ So hatte das Ministerium mitgeteilt, dass geplant sei, die Pflegeunterstützungsverordnung in Kürze und nicht erst, wie turnusmäßig vorgesehen 2024, entsprechend zu ändern.

Rund 262.000 Menschen in Hessen sind auf Pflege angewiesen. Die überwiegende Mehrheit (206.000 Menschen) lebt zu Hause und wird von Angehörigen versorgt. Ihnen allen steht der sogenannte Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich zu, mit dem zertifizierte hauswirtschaftliche Hilfskräfte, die Essen kochen, Wäsche waschen, einkaufen oder Fenster putzen, bezahlt werden können.

Die Anforderungen bei der Zertifizierung sind allerdings so hoch, dass zurzeit in Hessen einer steigenden Nachfrage nach diesen Dienstleistungen ein viel zu geringes Angebot gegenübersteht. Pflegekassen berichten, dass nur circa die Hälfte der Berechtigten den Entlastungsbetrag in Anspruch nimmt.

Um diesen Mangel zu beseitigen, sollen künftig unter anderem auch so genannte „Nachbarschaftshelfer“ aus dem Entlastungsbudget entlohnt werden können. Während der Coronakrise, als es zu Versorgungslücken in der ambulanten Pflege kam, hat sich dieses Modell bereits bewährt. Nach Angaben des Sozialministeriums soll für die Nachbarschaftshelfer die Aus- und Weiterbildung verkürzt und vereinfacht werden.

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„In Sachsen oder Nordrhein-Westfalen sind Nachbarschaftshelfer mittlerweile im Alltag vieler Pflegebedürftigen und ihrer Familien unverzichtbar. Ich freue mich, dass Hessen in diesem Punkt nachzieht. Das wird die Situation für viele Betroffene spürbar verbessern“, so der VdK-Landesvorsitzende.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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