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Erneute Blitzumfrage zu den Auswirkungen der Pandemie in Behindertenwerkstätten

Bildbeschreibung: Jemand der in einer Werkstatt arbeitet.
Foto: © Caleb Woods

Die BAG WfbM hat ihre Mitglieder zu unterschiedlichen Zeitpunkten über die Auswirkungen der Coronavirus-Krise befragt. Nach Umfragen im Oktober 2020 und im Februar 2021 wurden die Mitglieder nun erneut im Mai 2021 befragt.

Die Umfrage, an der sich zahlreiche Mitglieder der BAG WfbM aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligten, zeigt: Werkstätten für behinderte Menschen sind nach wie vor mit der Bewältigung der Folgen der andauernden Krise beschäftigt. Es gibt aber positive Signale.

Auftragsrückgang

Werkstätten für behinderte Menschen sind, wie andere Akteure der Wirtschaft auch, von der Krise betroffen. Das Auftragsvolumen ist im Mai 2021 bei rund 73 % der Umfrageteilnehmer im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten zurückgegangen. Im Oktober 2020 lag dieser Wert noch bei rund 86 % und im Februar 2021 bei 77 %. Trotz dieses positiven Trends wird eins deutlich: die Auswirkungen der Krise unterscheiden sich je nach Branche und Region teilweise erheblich.

Arbeitsentgelte

Ähnlich wie in den vorangegangenen Umfragen gaben auch im Mai 2021 knapp 80 % der Umfrageteilnehmer an, dass das Arbeitsentgelt der Beschäftigten Menschen mit Behinderungen in voller Höhe weiterbezahlt wird. 12 % davon gaben jedoch an, dass Kürzungen absehbar seien. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass perspektivisch über 30 % der Beschäftigten in Werkstätten von Entgeltkürzungen betroffen sein werden.

Präsenz

Im Oktober 2020 nahmen im Schnitt weniger als 10 % der Beschäftigten coronabedingt vorübergehend keine Leistungen in Anspruch. Diese Zahl stieg im Februar 2021 auf im Schnitt rund 20 % an. Aktuell nehmen durchschnittlich 13 % der Beschäftigten coronabedingt vorübergehend keine Leistungen in Anspruch. Rund 75 % der Umfrageteilnehmer gaben zudem an, dass Leistungen im Zuge der Pandemie komplett beendet wurden. Die absoluten Fallzahlen liegen durchschnittlich im mittleren einstelligen Bereich.

Von denjenigen, die Leistungen in Anspruch nehmen, werden im Schnitt rund 10 % im Wohnumfeld unterstützt, der Rest ist regulär an den Arbeitsplatz zurückgekehrt. Auch hier gibt es innerhalb der Mitgliedschaft große Unterschiede. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer gab an, dass alle Beschäftigten an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt seien.

Autor: BAG WfbM / © EU-Schwerbehinderung



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