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Das Persönliche Budget voranbringen - ein Weg zu mehr Selbstbestimmtheit

Bildbeschreibung: Eine Frau im Rollstuhl die am Computer arbeitet und daneben ist ein Mann.
Foto: © Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Das Persönliche Budget ist Geld, welches Menschen mit Beeinträchtigungen auf Wunsch anstelle von sogenannten Sachleistungen bekommen können. Mit dem Geld können sie zum Beispiel die Hilfe von Assistentinnen und Assistenten bezahlen und selbst entscheiden, wann, wo und wie sie Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen.

Unter dem Titel „Alle reden miteinander 3.0 – Pandemie: Ein Rückblick und der Blick nach vorne“ fand am Mittwoch, die dritte Vernetzungsveranstaltung des Niedersächsischen Bündnisses Persönliches Budget statt.

Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, ruft in Erinnerung: „Seit bereits 20 Jahren gibt es einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Doch bis heute bedarf es immer wieder großer Anstrengungen für Menschen mit Behinderungen, bis sie dieses Budget auch in der Praxis bewilligt bekommen. Um diese Herausforderungen zu konkretisieren und Lösungsansätze zu erarbeiten, organisiert das Bündnis Persönliches Budget entsprechende Fachtage. Das Bündnis unterstütze ich als Bündnispartnerin sehr.

Die bisherigen Fachtage haben gezeigt, dass alle Beteiligten miteinander in den Austausch kommen müssen. Darauf bauen wir bei unserem dritten Fachtag auf. Neben dem Persönlichen Budget müssen auch das Budget für Arbeit und das Budget für Ausbildung noch bekannter werden und mehr genutzt werden können, um mehr Teilhabe zu ermöglichen.“

Die Themen Persönliches Budget, Budget für Arbeit und Budget für Ausbildung werden bei dem heutigen Fachtag sowohl im Kontext der Pandemie wie auch grundsätzlich betrachtet. Dabei stehen die Vernetzung und der Austausch zwischen Budgetnehmenden, Beratenden aus den Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen, den Leistungsträgern, den Leistungserbringern, den Werkstatträten, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie weiteren Interessierten im Vordergrund. Ziel ist es, mehr Wissen zu vermitteln und gemeinsam Lösungen in Hinblick auf den Rechtsanspruch und damit auf die Ausweitung von Unterstützungen durch Budgets für Menschen mit Behinderungen und Menschen, die von einer solchen bedroht sind, für die Zukunft zu erarbeiten.

Im Rahmen der Veranstaltung berichtet eine Budgetnehmerin von ihren Erfahrungen in der Pandemie und welche Herausforderungen sie überwinden musste. Des Weiteren wird von der ISA (Initiative Sinnvolle Arbeit gGmbH) ein Modell der bedarfsorientierten Unterstützung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Persönlichem Budget für betriebliche Qualifizierung mit Assistenz vorgestellt. Frau Dr. Schirrmacher, Abteilungsleiterin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, referiert über Perspektiven zu den verschiedenen Budgets. Abschließend diskutieren die Teilnehmenden über eigene Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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