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Initiative macht medizinische Fachbegriffe verständlich

Bildbeschreibung: Prssefoto washabich.de - Auf dem Foto sind mehrere Personen zu sehen.
© 2019 by EU-Schwerbehinderung, washabich.de

Es ist ein nicht seltenes Problem, wenn man einen Befundbericht in der Hand hält und nur noch mit Fragezeichen vor diesem sitzt, da die medizinischen Fachbegriffe sich für einen wie Kauderwelsch von einem anderen Planeten, lesen. Das hat sich auch die Initiative "washabich?" gedacht und so entstand im Internet eine Plattform, mit der man kostenlos seine Dokumente übersetzen lassen kann. Wie das geht? Man kann dort seine Dokumente, direkt per PDF- Datei, einsenden. Medizinstudenten und Ärzte übersetzen dann.

In der Neugier wollten wir mehr wissen und haben einmal nachgefragt:

Wie ist die Idee zu „washabich.de“ entstanden?
Medizinstudenten und Ärzte erklären häufig ihren Bekannten und ihrer Familie deren ärztliche Befunde. Nicht jeder Patient hat jedoch einen Mediziner im Bekanntenkreis. Deshalb wurde 2011 das Projekt "Was hab' ich?" gegründet.

Welche Idee steht hinter „washabich.de“?
Auf washabich.de können Patienten ärztliche Befunde einsenden und von ehrenamtlichen Medizinstudenten und Ärzten in eine leicht verständliche Sprache übersetzen lassen. Patienten sollen so ihre Erkrankungen besser verstehen und sich selbst besser für die eigene Gesundheit einsetzen können. Gleichzeitig lernen Medizinstudenten und Ärzte bei uns, wie man mit Patienten leicht verständlich kommuniziert.

Gibt es für die Nutzer/In Risiken (Datenschutz), wenn diese „washabich.de“ nutzen?
Um die persönlichen Daten der Patienten zu schützen, erheben wir so wenig wie möglich davon. Wir bitten die Patienten auch, die persönlichen Daten auf ihren medizinischen Dokumenten zu schwärzen. Es greifen ausschließlich Mediziner auf die Befunde zu, diese unterliegen der Schweigepflicht. Die Daten auf unserer Website werden verschlüsselt übertragen. Wenn die Übersetzung fertiggestellt wird, erhalten die Patienten von uns per E-Mail einen Link und ein Passwort zum geschützten und verschlüsselten Abruf der Übersetzung.

Wie finanziert sich „washabich.de“?
Die Befundübersetzung auf washabich.de ist für den Nutzer kostenlos. Wir sind ein gemeinnütziges Projekt. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert und finanzieren unsere Arbeit durch Spenden, Fördermittel und Dienstleistungen.

Welche Zukunftsvisionen haben sie für „washabich.de“?
Wir möchten, dass in Zukunft alle Patienten leicht verständliche, individuelle und schriftliche Gesundheitsinformationen erhalten, damit Arzt und Patient sich auf Augenhöhe begegnen. Deshalb haben wir zum Beispiel einen Patientenbrief entwickelt, den man nach Entlassung aus dem Krankenhaus bekommt (patientenbriefe.de). Außerdem möchten wir zukünftig noch mehr Ärzte und Medizinstudenten in leicht verständlicher Arzt-Patienten-Kommunikation schulen.

Das ist nicht nur ein tolles Projekt, da es vielen Menschen helfen wird, endlich Befunde richtig interpretieren und verstehen zu können, sondern dieses Projekt steht unter dem Kontext der Gemeinnützigkeit. Gerade mit der heutigen Entwicklung ist Gemeinnützigkeit immer wichtiger, denn es sind solche Projekte, die auch wirtschaftlich schlechter gestellte Personen die Möglichkeit geben, viele Dinge nutzen zu können, die ihnen normalerweise verwehrt bleiben. Genau aus diesem Grunde ist auch unsere Hausnotruf- App kostenlos und ohne Monatsgebühren, denn auch diese Systeme, die normalerweise 25- 50€ kosten, werden immer mehr zum Luxusartikel.

Die Aussage auf "was hab ich", dass dort in leicht verständliche Sprache übersetzt werden soll, ist für viele Menschen ein besonders hoher Mehrwert. Sie kennen auch tolle Initiativen? Dann melden sie sich bei uns gerne über das Kontaktformular.

Die Webseite von "washabich?" erreichen sie unter folgenden Link: https://washabich.de/

 

 

 

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