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Gedenken der Opfer am Breitscheidplatz

Bildbeschreibung: Das Foto zeigt die Kranzniederlegung am Denkmal des Breitscheidplatz.
Foto: kk | © 2019 EU-Schwerbehinderung

Heute fand am Breitscheidplatz eine Gedenkfeier der Opfer vom Attentat vor 3 Jahren statt. Damals raste ein Attentäter mit einem LKW direkt in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz 12 Menschen verloren ihr Leben. Nach der Trauerfeier, die in der Gedächniskirche am Breitscheidplatz stattgefunden hat, legten Angehörige am dem dortigen Denkmal einen Kranz nieder. Der Pfarrer, Martin Germer, hielt eine bewegte Ansprache die nicht nur die Angehörigen bewegte, sondern auf dem gesamten Weihnachtsmarkt für eine Stille des Gedenkens sorgte.

Anschließend wurde auf dem gesamten Weihnachtsmarkt das Licht erloschen und zur gleichen Uhrzeit, als damals das Attentat erfolgte, läuteten die Glocken 12 mal. Für jedes Opfer ein Glockenschlag.

Die Gedenkfeier diente nicht nur dem Gedenken der vielen Toten vom Breitscheidplatz, sondern auch jenen die Opfer geworden sind und bis heute unter den Folgen leiden müssen. Es sind nicht nur körperliche Folgen, sondern für viele auch psychische Folgen unter denen die Opfer leiden müssen. Aber nicht nur die Opfer müssen mit dem Erlebten zurecht kommen, sondern auch die vielen Ersthelfer*in, die vor 3 Jahren am Breitscheidplatz Hilfe geleistet haben und teils bis heute traumatisiert sind.

Volker Ullrich, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Bundestags-Untersuchungsausschuss erklärt dazu: "Zwölf Glockenschläge erinnern heute Abend am Breitscheidplatz an den Terror vor drei Jahren. Wir denken an zwölf Menschen, die mitten aus dem Leben gerissen wurden, und an Beteiligten dieses Anschlags. Der heutige Tag wirft die Frage auf: Wo stehen wir drei Jahre nach dem schrecklichen Attentat? Aus der Aufarbeitung im Untersuchungsausschuss haben wir Erkenntnisse gewonnen und Konsequenzen gezogen. Wir sorgen für eine bessere Kooperation und Koordination der Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern. Der Bund hat die Vorschriften im Asyl- und Ausländerrecht geändert. Die Erfassung und der Datenabgleich von Gefährdern und Straftätern durch die jeweiligen Sicherheitsbehörden im In- und Ausland wurden erleichtert. Reformiert wurde das Opferentschädigungsgesetz. Das ist noch nicht genug. Die Aufklärung muss weiter gehen. Zuständigkeiten innerhalb der Sicherheitsbehörden müssen noch klarer fixiert werden. Intensiv müssen wir auch über weitere Möglichkeiten nachdenken, wie Opfer schneller und unbürokratischer entschädigt werden können. Wir dürfen nicht zulassen, dass traumatisierte Opfer für die Kostenerstattung erst mühsam Nachweise erbringen müssen. Eine Schutzgarantie vor Terror gibt es leider nicht. Wir können im Untersuchungsausschuss aber alles dafür tun, um Vertrauen in unseren Rechtsstaat zu stärken. Zum Schutz unserer Freiheit muss unser Staat wachsam bleiben."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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