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Klimaschutz: "Rentner und arme Menschen berücksichtigen"

Bildbeschreibung: Auf dem Foto ist das Gebäude des Bundesrat`s zu sehen.
Foto: kk | © 2019 EU-Schwerbehinderung

Klimaschutz und soziales, hat nichts miteinander zu tun, so könnte man glauben, doch das stimmt nicht. Klimaschutz kostet Geld und belastet somit jeden Haushalt mit zusätzlichen Kosten. Da Klimaschutz eine gesellschaftliche Aufgabe und Verpflichtung gegenüber unserer Folgegenerationen ist, ist es nur richtig, wenn die Kosten für den Klimaschutz umverteilt werden. Jedoch haben wir in unserer Gesellschaft auch Personengruppen, für die der Klimaschutz zusätzliche Belastung bedeutet.

Menschen die mit Grundsicherung leben, Bezieher*in von Hartz IV, werden zwangsläufig auch mit den Kosten des Klimaschutzes belastet. Darunter sind auch Menschen mit Behinderung und pflegebedürftige Menschen, die teils einen erheblichen Mehrbedarf an finanzieller Unterstützung haben um überhaupt am Leben und der Gesellschaft teilnehmen zu können, so wie es ihnen in der UN-Behindertenrechtskonvention zugesichert wird.

Heute hat der Bundesrat den änderungen im Klimaschutzpaket zugestimmt. Damit wird der CO² Preis steigen. Kosten die ebenfalls irgendwann beim Endverbraucher landen müssen. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, äußerte sich dazu wie folgt: "Der Sozialverband VdK begrüßt das Ziel des Klimaschutzes. Allerdings muss er sozial gestaltet werden, denn Klimaschutz und Soziales können nur gemeinsam gelingen. Die Kosten des Klimaschutzes dürfen nicht ungleich verteilt werden und beispielsweise arme Menschen noch mehr belasten. Uns ist sehr wichtig, dass beim Klimaschutz auch an Rentnerinnen und Rentner oder an chronisch kranke Menschen gedacht wird. Ältere Menschen auf dem Land oder Menschen mit Behinderungen müssen oft weite Strecken zu Ärzten fahren oder um ihre alltäglichen Dinge zu erledigen. Sie dürfen nicht dafür bestraft werden, wenn sie ohne Auto nicht mobil sind. Hier muss klimafreundliche Mobilität her und das Bahnnetz, der öffentliche Nahverkehr und Mobility on Demand Angebote barrierefrei und flächendeckend ausgebaut werden. Von Pendlerpauschale und Mobilitätsprämie profitieren nur die, die erwerbstätig sind. Wir fordern die Mobilitätsprämie daher auch für Rentner und Erwerbsgeminderte."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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