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Leichter Rückgang bei Hartz IV

Bildbeschreibung: Schuld der Bundesagentur für Arbeit in Berlin.
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Arbeitslosigkeit heißt nicht selten, irgendwann Bezieher von Arbeitslosengeld II zu werden, doch auch ohne Arbeitslosigkeit kann geringes Einkommen dazu führen, dass Erwerbstätige mit Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) aufstocken müssen. Laut der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit, sind 18,7 % aller Hartz IV Empfänger, Erwerbstätige. Die Gründe können dabei vielschichtiger Natur sein.

Ein Grund kann der Mindestlohn sein. Gehen wir von einer allein erziehenden Mutter aus, die ein schulpflichtiges Kind zu versorgen hat und daher nur halbtags arbeiten kann. Diese Mutter dürfte mit dem Mindestlohn ein Bruttoeinkommen von ca. 750 € haben. Bei Vollzeittätigkeit, kommt die Mutter auf etwa 1496 Euro. Netto kämen da bei etwa 1100 Euro heraus. Abzüglich Miete, bleibt da vielen Müttern nur das Aufstocken mit Hartz IV (SGB II) Leistungen. Wenn dann noch eine ganze Familie ernährt werden muss, nur ein Elternteil arbeiten gehen kann, bleibt zur Existenzsicherung keine andere Möglichkeit als das Aufstocken durch Hartz IV. Stand August 2019 mussten etwa 1 Million erwerbstätige Menschen mit Hartz IV aufstocken.

Eine weitere Gruppe jener die aufstocken müssen, sind Menschen, die zwar noch im Arbeitslosengeld I Bezug befindlich sind, aber dieser bereits so gering ist, dass das Aufstocken durch Hartz IV notwendig wird. Diese Zahl ist mit und 65 Tausend Menschen, noch recht gering.

Die Zahl der sogenannten nicht erwerbsfähigen Hartz IV Bezieher, liegt dabei gerade mal bei 51 Tausend Menschen. Das sind Personen, die über 15 Jahre alt sind und trotzdem nicht erwerbsfähig sind (teilweise erwerbsunfähig). Die Zahl beinhaltet keine Kinder und keine Menschen mit voller Erwerbsminderung. „Es wird Zeit, dass Arbeit sich wieder lohnt und ein menschenwürdiges Leben für alle ermöglicht“, erklärt Zaklin Nastic, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Dezember 2019, zum Tag der Menschenrechte. "„Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass Deutschland diese Menschenrechte verletzt: Das Armutsrisiko steigt trotz gleichzeitig steigender Beschäftigungsquote. Und während hierzulande mehr als jedes fünfte Kind in Not und Armut aufwächst, mussten XXL-Erben, die im vergangenen Jahr zusammen 15 Milliarden Euro kassierten, nicht einen einzigen Cent Steuern dafür zahlen. Statt hohler Phrasen der Bundesregierung und der Alimentierung von Superreichen sind ein armutsfester Mindestlohn sowie eine Kindergrundsicherung dringend nötig.", so Nastic weiter.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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