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Beratungsstellen für Seniorenernährung

Bildbeschreibung: Auf dem Bild sind rote Paprikas, Selleriestangen, Karrotten und Lauch und ein Kochtopf zu sehen.
Foto: © Steve Buissinne

Die AfD-Fraktion möchte von der Bundesregierung wissen, wie viele der sogenannten Vernetzungsstellen für Seniorenernährung bereits eröffnet wurden. In der Kleinen Anfrage Drucksache: 19/21025 fragen sie weiter, welche Aufgaben diese Stellen übernehmen sollen.

In der Drucksache 19/21025 heißt es:

Im Haushaltsjahr 2020 stellt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, um gemeinsam mit den Bundesländern sogenannte Vernetzungsstellen für Seniorenernährung einzurichten (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, Bundestagsdrucksache 19/17559, Frage 6).

In zehn Bundesländern werden derzeit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass dort die Vernetzungsstellen für Seniorenernährung noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen (ebd.). In Rheinland-Pfalz wird dies mit über 330 000 Euro durch das BMEL gefördert. Baden-Württemberg erhält für dieses Projekt sowie für ein Projekt zur Öffnung der Verpflegungsleistungen von Senioreneinrichtungen für noch zu Hause lebenden Senioren vom BMEL 845 000 Euro.

Das Bundesministerium für Gesundheit und Ernährung teilt mit:

Im Jahr 2050 wird jeder Dritte in Deutschland über 60 Jahre alt sein. Daher hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, eine Ernährungsinitiative für Seniorinnen und Senioren gestartet. Für eine gesunde Ernährung im Alter. Denn: 84 Prozent der 70 bis 80-jährigen Männer und 74 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe sind übergewichtig oder leiden sogar unter Adipositas.

Die AfD will von der Bundesregierung in der Anfrage 19/21025 wissen:

1. In welchen Bundesländern werden dieses Jahr die Vernetzungsstellen für Seniorenernährung voraussichtlich eröffnet (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Bundestagsdrucksache 19/17559, Frage 6)?
a) Mit welchen Beträgen werden diese Bundesländer vom BMEL gefördert, um sogenannte Vernetzungsstellen für Seniorenernährung einzurichten?
b) Mit Hilfe welcher Kriterien werden diese Fördergelder zur Errichtung von Vernetzungsstellen für Seniorenernährung auf die unterschiedlichen Bundesländer aufgeteilt (z. B. nach Anzahl der Senioren und Pflegeheimen)?
c) Aus welchen Haushaltstiteln stammen die Ausgaben in Frage 1 a)?

2. Wie ist so eine Vernetzungsstelle für Seniorenernährung aufgebaut (z. B. personelle Ausstattung) und welche Aufgabenbereiche sollen diese abdecken?

3. Welche Initiativen zur Verbesserung der Seniorenernährung in Deutschland, die vom BMEL gefördert werden, gibt es derzeit und wie hoch werden die se vom BMEL gefördert (vgl. https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ gesunde-ernaehrung/ernaehrung-im-alter/aktionsprogramm-senior.html)?

4. Plant die Bundesregierung weitere Maßnahmen, um die Seniorenernährung in den Bundesländern nachhaltig zu verbessern und wenn ja, welche?

5. Konnte nach Kenntnis der Bundesregierung die erste Vernetzungsstelle für Seniorenernährung, die im Mai 2019 im Saarland eröffnet wurde, bereits Fortschritte im Bereich der Seniorenverpflegung (z. B. Anpassung der Verpflegung in Seniorenheimen an den Qualitätsmaßstab der DGE) erzielen und wenn ja, welche und wie wurden diese bemessen (vgl. https://www.fiti malter-dge.de/aktuelles/aktuelles/meldung/article/akuter-hand/)? Wie viele Pflegeheime im Saarland kooperieren bereits nach Kenntnis der Bundesregierung mit der Vernetzungsstelle für Seniorenernährung?

6. Plant die Bundesregierung ein umfassendes Monitoring zu der Ernährungssituation in Pflegeheimen, da die Datenlage zur Ernährungssituation in Pflegeheimen in Deutschland „spärlich“ ist und die Effektivität der einzelnen Projekte zur Verbesserung der Seniorenernährung in Pflegeheimen somit nur schwer evaluiert werden kann (vgl. https://www.dge.de/fileadmin/publi c/doc/ws/dgeeb/14-dge-eb/14-DGE-EB-Vorveroeffentlichung-Kapitel 2.pdf)?

7. Inwiefern können solche Vernetzungsstellen für Seniorenernährung aus Sicht der Bundesregierung erfolgsbringend im Hinblick auf die Vermeidung von Mangelernährung bei Senioren sein, wenn nicht genügend Fachpersonal (Ernährungsexperten) sowie Pflegepersonal in den Pflegeheimen zur Unterstützung der Pflegeheimbewohnern bei den Mahlzeiten vorhanden sind?

Welche Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln zieht die Bundesregierung hieraus?

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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