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10 Februar Tag der Kinderhospizarbeit

Bildbeschreibung: Ein Junge der auf einer Holzbrücke spielt.
Foto: © esudroff

Jedes Jahr ist am 10 Februar bundesweit der Tag der Kinderhospizarbeit, dieser war erstmals 2006. An dem Tag soll auf die Situation von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen aufmerksam gemacht werden die an einer lebensverkürzenden Erkrankung leiden. So werden durch die Familien, Verbände, ambulante und stationäre Kinderhospize aufmerksam gemacht in der Bevölkerung durch Aktionen am „Tag der Kinderhospizarbeit“ Deutschland weit.

Der Malteser teilt zum Tag der Kinderhospizarbeit mit:

Obwohl Familien, in denen ein schwerstkrankes Kind lebt, über Jahre äußerst belastet sind, bekommen sie zu wenig Hilfe. Zum Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit am 10. Februar fordern die Malteser, den Familien insbesondere mehr psycho-soziale Unterstützung anzubieten. „Die Familien konzentrieren sich fast völlig auf die kranken Kinder. Gesunde Geschwister geraten dadurch fast zwangsläufig an den Rand, die Eltern brennen durch die andauernde Herausforderung zunehmend aus, ohne dass sie sich dessen bewusst sind und werden im schlimmsten Fall eines Tages selbst krank sind“, sagt Dirk Blümke, Leiter der Fachstelle Hospizarbeit, Palliativ- und Trauerarbeit der Malteser in Deutschland.

Für die schwierige Lebenssituation seien geschulte Ehrenamtliche, die den Geschwisterkindern Zeit und Raum geben, ihre Wünsche zu leben, ebenso wichtig wie das Gesprächsangebot von psychologischen Fachkräften und Seelsorgenden für Vater und Mutter. Dirk Blümke: „Durch die schwere Krankheit der Kinder wird die gesamte Lebensplanungen auf den Kopf gestellt und die Paarbeziehung der Eltern oft extrem belastet. Gesunde Geschwisterkinder werden manchmal zu pflegenden Angehörigen, was sie – zumal in jungen Jahren zwischen sechs und 17 Jahren – in eine Verantwortung nimmt, denen sie noch nicht gewachsen sein können.“

Über 30 ambulante Kinder- und Jugendhospizangebote der Malteser in Deutschland versuchen die Lücken zu schließen. Durch Spenden lässt sich, wie im Team der pädiatrischen spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Unterfranken, eine Fachkraft dauerhaft anstellen – aber immer gelingt das nicht. Dabei ist die verlässliche und individuelle Ansprache zum Vertrauensaufbau eine zentrale Voraussetzung, damit die Familienmitglieder sich öffnen. Blümke: „Die psycho-soziale Balance der Familie ist sehr wichtig. Sie ist zentraler Baustein, damit dem schwerkranken Kind oder Jugendlichen am besten geholfen und die körperliche und seelische Gesundheit seiner Angehörigen bewahrt wird. Die Familie ist der wichtigste Raum für alle Kinder – auch der schwerstkranken und ihrer Geschwister.“

Zahlen-Information:

Rund 50.000 Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene sind in Deutschland laut Kinderhospizverein lebensverkürzend erkrankt.

Die Malteser haben im vergangenen Jahr 450 Kinder und Jugendliche begleitet und mehr als 1.600 Angehörige dieser jungen Menschen. In den Kinder- und Jugendhospizdiensten der Malteser arbeiten 770 speziell geschulte ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Hospizhelfer. Hauptamtliche Koordinatoren und Fachkräfte für soziale Arbeit, Psychologie und Seelsorge unterstützen sie.

Das Gesundheits- und Pflegeministerium teilt zum Tag der Kinderhospizarbeit mit.

Huml: Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen weiter verbessern - Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin: 2. Bayerische Hospiz- und Palliativwoche startet am 10. Februar

Am kommenden Montag (10. Februar) startet die 2. Bayerische Hospiz- und Palliativwoche. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Huml betonte: "Schwerstkranke Menschen müssen wissen, dass sie in ihren letzten Stunden nicht alleine gelassen werden und bis zuletzt eine bestmögliche Betreuung erhalten. Mit der 2. Bayerischen Hospiz- und Palliativwoche wollen wir auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen."

Die Ministerin fügte hinzu: "Unser Ziel ist es, die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern langfristig zu verdoppeln. Hierbei befinden wir uns auf einem guten Weg. Im Doppelhaushalt 2019/2020 stehen für den Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote jährlich über 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Damit unterstützen wir den bedarfsgerechten Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen."

Im Rahmen der 2. Bayerischen Hospiz- und Palliativwoche finden diverse Veranstaltungen statt. So wird Ministerin Huml an einem gesundheitspolitischen Empfang der IKK classic teilnehmen und als Schirmherrin der Bayerischen Stiftung Hospiz einen Scheck zugunsten der Stiftung entgegennehmen.

Montag, 10. Februar 2020, 11:30 Uhr,

IKK classic,

Meglingerstr. 1, 81477 München.

Am Montagabend wird die Ministerin bei einem nicht-öffentlichen Forum in München über die Zukunft der Palliativversorgung in den bayerischen Krankenhäusern mit deren Geschäftsführern diskutieren. Die Ministerin erläuterte: "Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass alle Menschen an den Orten, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen, auch im Sterben gut versorgt und begleitet sind. Das betrifft auch die Krankenhäuser. Unser Fachprogramm 'Palliativversorgung in Krankenhäusern' ist ein Erfolg! Dank dieses Fachprogramms hat sich in den letzten rund 10 Jahren in den Krankenhäusern in Bayern die spezialisierte Palliativversorgung durch Palliativstationen und palliativmedizinische Dienste (PMD) gut entwickelt."

Huml fügte hinzu: "Von den rund 400 Krankenhäusern in Bayern verfügen 52 Krankenhäuser über eine Palliativstation (davon haben 12 Krankenhäuser zusätzlich zur Palliativstation einen PMD) und 60 Krankenhäuser über einen palliativmedizinischen Dienst. Unser Ziel ist es, dass diese Angebote auch auf weitere Krankenhäuser ausgeweitet werden."

Im Rahmen der Hospiz- und Palliativwoche spricht Ministerin Huml außerdem anlässlich der Unterzeichnung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland durch den Landkreis Fürth ein Grußwort am

Mittwoch, 12. Februar 2020, 9:00 Uhr,

Sitzungssaal Landratsamt Fürth,

Stresemannplatz 11, 90763 Fürth.

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland wurde im Jahr 2010 verabschiedet. 2012 trat der Freistaat Bayern als erstes Bundesland der Charta bei. 2.270 Organisationen und Institutionen (davon 390 in Bayern) sowie 26.900 Einzelpersonen setzen sich für die Charta und ihre Umsetzung ein.

Außerdem wird Ministerin Huml bei der Jahrestagung zur Hospiz- und Palliativversorgung 2020 ein Grußwort sprechen am

Mittwoch, 12. Februar 2020, 10:00 Uhr,

Kleiner Saal der Meistersingerhalle,

Münchener Str. 21, 90478 Nürnberg.

Schon jetzt nimmt Bayern im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle in der Hospiz- und Palliativversorgung ein. Derzeit gibt es in Bayern an insgesamt 112 Krankenhäusern stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. So verfügen 52 Kliniken über eine Palliativstation mit insgesamt 486 Palliativbetten und es gibt bayernweit mittlerweile 72 palliativmedizinische Dienste. Außerdem gibt es in Bayern 45 Teams zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Erwachsene (SAPV) und sechs Teams für Kinder und Jugendliche (SAPV-KJ).

An 20 Standorten im Freistaat werden mittlerweile 219 stationäre Hospizplätze vorgehalten. Langfristig ist in den kommenden Jahren eine Erhöhung auf 280 stationäre Hospizplätze vorgesehen. In Bayern gibt es ca. 140 Hospizvereine. Rund 7.000 Ehrenamtliche engagieren sich in der ambulanten Hospizversorgung. Sie begleiten die Betroffenen und ihre Angehörigen und Familien insbesondere zu Hause, in Krankenhäusern oder in stationären Pflegeeinrichtungen.

Mehr Informationen finden Sie unter https://www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/sterbebegleitung/.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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