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Safer Internet Day

Bildbeschreibung: Jemand der an einem Laptop sich Fotos anschaut.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

eute ist der Aktionstag Safer Internet Day, an diesem Tag soll mehr auf die Internetsicherheit aufmerksam gemacht werden. 1999 wurde das Programm Safer Internet in Leben gerufen. In Deutschland wir der Aktionstag vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neu Medien zusammengetragen. Seit 2008 findet der Safer Internet Day jedes Jahr am zweiten Tag der zweiten Woche des Monats statt.

In diesem Jahr ist am 11 Februar der Schwerpunkt im Bereich Influencer und deren Einfluss auf Meinungsbildung. So wir Bundesweit unter dem Motto „Idole im Netz. Influencer & Meinungsmacht“ mit verschiedenen Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Im Internet gibt dazu viele Aktionen, die hierauf Aufmerksam machen sollen.

In Deutschland kann sich unter klicksafe die Aktion rund um den Safer Internet Day informiert werden. Zum Schwerpunkt „Idole im Netz. Influencer & Meinungsmacht“ kann sich auf klicksafe Informiert werden, sowie Serviceangebote stehen für Interessierte zur Verfügung.

Zum Safer Internet Day äußert sich das Deutsches Kinderhilfswerk fordert stärkere Berücksichtigung des Kindeswohls für Kinder-Influencer in sozialen Medien:

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich des heutigen Safer Internet Day die stärkere Berücksichtigung des Kindeswohls für Kinder-Influencer in sozialen Medien. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation sollten Anbieter von Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Videoportalen wie YouTube ebenso wie Agenturen und Werbetreibende hier ihrer Verantwortung für den Kinderschutz nachkommen. Aber auch Gewerbeaufsichtsämter und Jugendämter sind aufgefordert, die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes in diesem Bereich besser als bisher durchzusetzen.

"Bei Kinder-Influencern bewegen wir uns im Spannungsfeld zwischen digitaler Teilhabe und kreativer Freizeitbeschäftigung einerseits und Arbeit von Minderjährigen und Persönlichkeitsrechten von Kindern andererseits. Zum Schutz dieser Kinder ist eine konsequentere Anwendung bestehender Rechtsrahmen auf diese Medien- und Werbeformate notwendig. Kinder und Eltern brauchen Informationen und Aufklärung über die kinderrechtlichen Implikationen, wenn sie auf Social-Media-Plattformen agieren. Kinder dürfen nicht gedrängt, gelockt oder gar gezwungen werden, vor der Kamera zu agieren", betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. "Wenn arrangierte Szenen gezeigt werden, in denen zugleich, und egal wie subtil für Produkte geworben wird, ist das ganz klar Kinderarbeit. Die ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Und wenn durch Klicks Einnahmen erzielt werden, sind diese Grenzen oft fließend. Natürlich können und sollten die Gewerbeaufsichtsämter Möglichkeiten des Agierens vor der Kamera zulassen, wie sie das beispielsweise auch für Werbe-, Theater- oder Filmproduktionen machen. Bisher haben die Gewerbeaufsichtsämter aber Kinder-Influencer noch nicht auf dem Schirm und liegen diesbezüglich im digitalen Tiefschlaf", so Krüger weiter.

"Wir beobachten aber auch, dass immer wieder Kinder-Influencer rechtswidrigen Eingriffen auf ihre Integrität ausgesetzt sind. Filmen beim Aufwecken, der Besuch beim Kinderarzt oder im Krankenhaus, im Badezimmer, im Planschbecken - das geht gar nicht", so Krüger. Das Deutsche Kinderhilfswerk sieht zudem mit Sorge, dass in zunehmendem Maße Interessenkonflikte zwischen dem Schutz des Kindeswohls und den finanziellen Interessen der Eltern bestehen. Kinder-Influencer tragen in vielen Fällen erheblich zum Familieneinkommen bei oder bestreiten es teilweise komplett. Wenn es hier dadurch zu erheblichen Interessenkonflikten kommt, kommt ein Eingreifen der Familiengerichte in Betracht. "Das darf aber nur das letzte Mittel sein. Es braucht an erster Stelle viel Aufklärung und Sensibilisierung der Eltern, damit sie selbst ihre Kinder schützen", so Krüger abschließend.

Tabea Rößner, Sprecherin für Netzpolitik, und Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik von den Grünen habe sich heute in einer Pressemitteilung zum Safer Internet Day geäußert:

Tabea Rößner, Sprecherin für Netzpolitik:

„Trotz der unendlichen Möglichkeiten des Internets gibt es noch eine Vielzahl an Fragen, die einer Klärung bedürfen. So muss die Bundesregierung etwa endlich das Netzwerkdurchsetzungsgesetz überarbeiten, damit Hass und Hetze und die Verbreitung von Desinformationen effektiv eingedämmt werden können. Nutzerinnen und Nutzer müssen zudem in Zeiten von IT-Angriffen, von denen die Gefahr ausgehen kann, ganze Kleinstädte lahmzulegen, einfache und hilfreiche Informationen und Unterstützungsangebote finden. Hierfür muss das Bundesamt in der Informationstechnik gestärkt und unabhängig gestellt werden. Auch für die Marktmacht großer Plattformen, die über immense Nutzerdatenmengen verfügen und durch ihre Algorithmen mitbestimmen, welche Nachrichten sich am schnellsten verbreiten, müssen wir Regulierungsmechanismen finden, die die Meinungs- und Medienvielfalt bewahren. Viele dieser Fragen bedürfen einer europäischen Lösung, daher schauen wir aufmerksam nach Brüssel, wo in diesem Jahr über den „Digital Services Act“ beraten wird, der viele der angesprochenen offenen Fragen adressieren könnte. Eine breite Debatte über ein besseres Internet für alle ist überfällig, wir haben bereits zahlreiche Vorschläge vorgelegt und werden uns weiterhin konstruktiv einbringen.“

Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Kommunikation im Netz ist die Lebensrealität junger Menschen. Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Teilhabe, Förderung und Schutz im digitalen Raum. Es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass alle Kinder und Jugendlichen die Potenziale der Digitalisierung für sich nutzen können. Gerade der Schutzaspekt aber sollte an einem Tag wie heute besonders hervorgehoben werden. Wir wollen die Regelungen im Jugendmedienschutz endlich vereinheitlichen und transparenter und verständlicher machen. Für uns gilt: Voreinstellungen bei digitalen Diensten sollten für Minderjährige maximal sicher sein. Kinder und Jugendliche müssen vor kommerziellem Datensammeln geschützt werden. Für Kinder sind die kommerziellen Interessen von Influencern oft nicht erkennbar. Darum sollte Schleichwerbung im Netz neu definiert und eingeschränkt werden."

Nadine Schön, Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich heute zum Safer Internet Day in einer Pressemitteilung geäußert:

„Digitale Medien eröffnen Kindern und Jugendlichen viele Chancen und Möglichkeiten: schnelle Recherche, Musik- und Filme-Streaming, weltweite Kommunikation in sozialen Netzwerken und gemeinsames Spielen über Ländergrenzen hinweg. Um eigene Inhalte wie Videos oder Memes, die im Netz Beachtung finden, zu produzieren, braucht es Kreativität, technische Fertigkeiten und Freude am Gestalten. Ist man damit erfolgreich, schafft das Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit.

Um die Chancen dieser neuen Möglichkeiten nutzen zu können, sind neue Sachkenntnisse sowie ein aktualisierter rechtlicher Rahmen erforderlich. Als Union setzen wir auf den Dreiklang von besserer Medienkompetenz von Kindern, Eltern und Lehrern. Wir setzen allerdings auch auf eine stärkere Verantwortung der Plattformanbieter – beispielsweise durch sichere Voreinstellungen und geeignete Altersprüfungen – sowie auf passgenaue Gesetze, die natürlich entsprechend umgesetzt werden müssen. Gerade im Bereich des Strafrechts haben wir vieles getan, erst kürzlich haben wir den Versuch des Cybergroomings unter Strafe gestellt. Nun steht die Reform des fast 20 Jahre alten Jugendschutzgesetzes an. Schnelle Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern sind dringend erforderlich, um den Jugendmedienschutz auf die Höhe der Zeit zu bringen.

Beim diesjährigen ‚Safer Internet Day‘ geht es um Influencer. Dieser Form der wirtschaftlichen Betätigung verdient die gleiche Anerkennung, aber auch den gleichen kritischen Blick wie andere Branchen. Ohne Zweifel wird mit Meinungsmacht Geld verdient. Zu einer umfassenden Medienkompetenz gehört heute darum auch das Vermitteln eines abgeklärten Umgangs mit den Marketing-Instrumenten des Internets und das kritische Hinterfragen vermeintlicher Idole hinzu.“

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben teilen heute zum Safer Internet Day mit:

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden in diesem Jahr eine gemeinsame bundesweite Informations- und Sensibilisierungskampagne starten. Sie geht zurück auf den Doxing-Vorfall Ende 2018/Anfang 2019, bei dem persönliche Daten zahlreicher Personen des öffentlichen Lebens massenhaft im Internet veröffentlicht wurden.

Das BSI hat jetzt zum Thema Internetsicherheit eine repräsentative Online-Umfrage mit Civey durchgeführt, um zu erfahren, welche Gefahren von Internetnutzern in der Cyber-Welt als relevant wahrgenommen werden. Daran haben 20.000 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Das Ergebnis: Mehr als 70 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Informationen über Risiken im Netz und eine größere Unterstützung im Bereich der digitalen Sicherheit. Dabei nehmen sie den unbefugten Zugriff Dritter auf sensible Daten und persönliche Informationen als größte Bedrohung im Internet wahr.

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: "Mit der Informationskampagne zur IT-Sicherheit wollen wir das Risikobewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger und ihre Fähigkeiten zur Problemlösung stärken, damit sie sich sicher im Netz bewegen. Die Umfrage zeigt, dass der Wunsch nach Unterstützung groß ist. Mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik verfügen wir in unserer Bundesverwaltung über erstklassige Spezialisten, mit denen wir diese Unterstützung leisten werden."

Arne Schönbohm, Präsident des BSI: "Als die Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes ist der digitale Verbraucherschutz fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Diese Umfrage zeigt deutlich: Die Befragten nehmen Cyber-Kriminalität nicht mehr als etwas Abstraktes wahr, sondern sehen sie als reale Gefahr an. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger in ihrem sicherheitsorientierten und selbstbestimmten Handeln in der digitalen Welt mit unseren Informationen unterstützen."

Die repräsentative und gestützte Online-Umfrage wird in einem nächsten Schritt durch eine offene Umfrage im Netz (Link: https://indivsurvey.de/Themenumfrage/1211440/mLFINp) ergänzt. Hierbei sollen weitere Themenwünsche von Bürgerinnen und Bürgern abgefragt werden, die durch die erste Civey-Umfrage nicht identifiziert wurden. Auf Grundlage dieses sehr umfassenden Bilds werden das BSI und das BMI mit einer breit und mehrstufig angelegten Informationskampagne im Herbst 2020 an die Öffentlichkeit gehen, um dem Informations- und Unterstützungswunsch nachzukommen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

Gefragt wurde, ob sich die Bürgerinnen und Bürger mehr Informationen als Unterstützung in bestimmten Bereichen ihrer digitalen Sicherheit wünschen. Rund drei Viertel der Befragten bejahten dies. Die meisten (mehr als jeder Dritte) wünschen sich Informationen zur Absicherung des Online- und Mobile-Bankings. Auf dem zweiten Platz landete der Schutz von Geräten wie Notebooks und Smartphones (fast jeder Vierte). Dazu äußerte fast jeder Zweite seine Sorge vor dem Fremdzugriff auf Geräte im Smart Home - also vernetzte Fernsehgeräte oder der Kühlschrank oder intelligente Sprachsysteme. Hier zeigt sich: Je stärker Vernetzung im Eigenheim voranschreitet, desto größer wird die Relevanz der Sicherheit dieser Geräte.

Als die wichtigsten Bereiche wurden der Zahlungsverkehr, Endgeräte wie Rechner und Handy und das Smart Home identifiziert. Im Online- und Mobile-Banking waren den Befragten vor allem Informationen zur Datensicherheit (mehr als jedem Dritten) und zur Reaktion im Notfall z.B. bei Hacks (fast jedem Dritten) wichtig.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass das Bedürfnis nach Informationen zur sicheren Kommunikation per E-Mail oder zum Umgang mit Social Media vergleichsweise gering ist. Doch gerade hier ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Bei der klassischen E-Mail sind die Angriffe beispielsweise durch gefälschte E-Mails (Phishing) vielfältig. Auch hierzu möchte die Informationskampagne Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit leisten.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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