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Fridays for Future - Umweltschutz hängt mit sozialer Gerechtigkeit zusammen

Bildbeschreibung: Greta Thunberg in Hamburg bei der Demo am 21. Februar 2020
Greta Thunberg - Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Gestern war "Fridays for Future" wieder auf der Straße um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. In Hamburg waren laut öffentlichen Angaben rund 20.000 Demonstrantinnen und Demonstranten auf der Straße. Der Veranstalter sprach sogar von knapp 60.000 Teilnehmer*in. Neben dem Klimaschutz, war auch das Attentat in Hanau thematisiert und begleitet von Schweigeminuten, thematisiert wurden. Ein regelrechter Aufruf gegen rechts fand auf der Bühne statt. Insbesondere der Aufruf, an der morgigen Bürgerschaftswahl, nicht für rechte Parteien zu wählen. Das gesamte Bühnenprogramm wurde von mehreren Gebärdendolmetscherinnen begleitet.

Bei der Abschlusskundgebung, hielt unter Anderem Greta Thunberg eine Rede. Luisa Neubauer (22), die als das deutsches Gesicht der "Fridays for Future" Gesicht gilt, auch "die Deutsche Greta" bezeichnet wird, thematisierte, neben den Umweltthemen, wieder, wie wichtig es für die Bürgerschaftswahl in Hamburg ist, bei der Wahl ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen.

Michael Müller (SPD), Bürgermeister von Berlin, machte in der "Berliner Stimme" deutlich: "Der Übergang in eine treibhausgasneutrale Wirtschaft und Gesellschaft soll aber nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes ein Erfolg werden, sondern vielmehr auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens fußen. Klimaschutz muss daher mit der sozialen Frage Hand in Hand gehen! Für sein Gelingen ist es essenziell, den Bürgerinnen und Bürgern eine Perspektive aufzuzeigen und sie aktiv mit einzubeziehen."

Hier spricht Müller ein Thema an, was politisch oft noch nicht erkannt wurde. Mit dem Klimaschutz, wird es Veränderungen geben müssen, die Geld kosten. Diese Kosten dürfen nicht bei Menschen abgeladen werden, die von Grundsicherung oder Hartz IV abhängig sind. Bereits die in diesem Jahr bei vielen Stromanbietern anstehenden Preiserhöhungen ( wir berichteten ) belasten viele auf Grundsicherung angewiesene Haushalte zusätzlich. Dabei sind der Klimawandel und die in Folge einzusetzenden alternativen Energie- Gewinnung, einer der Ursachen steigender Stromkosten. Der VdK ( wir berichteten ) hatte deshalb bereits gefordert, den Stromanteil bei Hartz IV zu erhöhen.

Michael Müller hat hierzu eine klare Haltung: "Wir müssen den Klimaschutz gemeinsam gestalten. Berlin ist die Stadt der Freiheit. Das heißt, dass es dem Geist dieser Stadt widerspricht, die notwendige Verkehrs- und Energiewende allein durch Verbote zu erreichen. Vielmehr setzen wir auf den gemeinschaftlichen Aufbruch und nehmen die Lebenszusammenhänge aller Menschen in unserer Stadt als Grundlage für unsere Politik. Das bedeutet vor allem: jeder nach seinen Möglichkeiten. Wo der Staat helfen muss, damit die Klima- und Energiewende bezahlbar bleibt, da muss er das tun. Andere wiederum müssen mehr aus eigener Kraft leisten. Wer diese Verteilungsgerechtigkeit nicht versteht, der denkt und handelt nicht sozial.", stellt er in der Berliner Stimme dar.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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