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In Deutschland 930 000 Jobs mit Mindestlohn

Bildbeschreibung: Ein Portemonnaie und daneben liegen 9,35 Euro.
Foto: © dm I EU-Schwerbehinderung

In Deutschland hat sich die Zahl der Jobs mit Mindestlohn von 2015 bis 2018 mehr als halbiert. Heute hat das Statistische Bundesamt am 27 Februar 2020 mitgeteilt, dass im April 2018 insgesamt 930.000 Jobs mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro brutto je Arbeitsstunde bezahlt wurden. Dagegen war die Zahl 2015 noch bei 1,91 Millionen Jobs.

Weiter hieß es das im April 2018 in 2,4 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse der Mindestlohn bezahlt wurde. So lag in Ostdeutschland der Anteil mit 4,6 Prozent höher, jedoch nicht einmal halb so hoch wie 2015. Die Statistiker äußerten sich das erkennbar wäre eine Tendenz zur Angleichung an das Westniveau.

509 000 Beschäftigungsverhältnisse das sind 1,3 Prozent aller Jobs waren im April 2018 bei einen rechnerischen Stundenverdienst unterhalb des Mindestlohns. Das Bundesamt erklärte das dieses jedoch nicht zwingend auf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz zurückzuführen sei.

Weitere 509.000 Beschäftigungsverhältnisse oder 1,3 Prozent aller Jobs hatten im April 2018 einen rechnerischen Stundenverdienst unterhalb des Mindestlohns. Dies sei jedoch nicht zwingend auf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz zurückzuführen, erklärte das Bundesamt. Denn es würden Sonderregelungen für Praktikanten/innen nicht in der Statistik abgebildet werden können.

So belaufen sich die vorläufigen Ergebnisse auf Angeben der Verdienststrukturerhebung 2018. Der gesetzliche Mindestlohn wurde am 1 Januar 2019 von 8,84 Euro auf 9,35 Euro erhöht.

Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik hat sich heute zu den aktuellen Zahlen zum Mindestlohn in einer Pressemitteilung geäußert:

„Tariflohn statt Mindestlohn, das muss das Ziel sein. Klar ist aber auch: Der gesetzliche Mindestlohn ist die absolute Untergrenze, die nicht unterschritten werden darf. Wenn eine halbe Million Beschäftigte weniger bekommen, dann ist das ein Alarmsignal. Notwendig sind deshalb effektive und flächendeckende Kontrollen.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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