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Hubertus Heil: „Die Corona-Krise erreicht den Arbeitsmarkt - Kurzarbeit sichert Millionen Arbeitsplätze“

Bildbeschreibung: Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, im Hintergrund der bläulich ist, ist ein Virus.
Foto: © EU-Schwerbehinderung

Kurz vor dem Tag der Arbeit zeigt sich, dass sich die Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt. Die Arbeitslosigkeit hat von März auf April um 308.000 Personen auf 2.644.000 zugenommen. Das entspricht einem Zuwachs von 13 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt im April 2020 bei 5,8 Prozent.

Dieser deutliche Anstieg ist maßgeblich eine Folge der Corona-Krise und betrifft nahezu alle Branchen, im Besonderen die Gastronomie, das Hotel- und Gastgewerbe, Reiseveranstalter sowie die Dienstleistungsbranche und Automobilzulieferer. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist auch darauf zurückzuführen, dass derzeit weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen durchgeführt werden können. Eines ist jedoch deutlich: Der massive Einsatz von Kurzarbeit verhindert eine massive Erhöhung der Arbeitslosigkeit!

Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil: „Kurzarbeit sichert in Deutschland Millionen Arbeitsplätze. In den USA dagegen haben in den vergangen fünf Wochen über 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Die Entwicklung zeigt: wir können zwar auch in unserem Land nicht für jeden Arbeitsplatz garantieren, aber wir werden um jeden Job kämpfen. Kurzarbeit ist teuer, aber Arbeitslosigkeit ist um ein Vielfaches teurer. Die Bundesagentur für Arbeit ist mit rund 26 Milliarden Euro Rücklagen in das Jahr gestartet. Im Jahresverlauf wird sich zeigen, ob die Rücklagen reichen oder Liquiditätshilfen des Bundes notwendig werden. Nicht alle, die jetzt in Kurzarbeit sind, werden das im gesamten Jahresverlauf sein. Aber es wird Unternehmen und Beschäftigte geben, die länger auf Kurzarbeit angewiesen sein werden. Deshalb ist es richtig, dass wir das Kurzarbeitergeld anheben und Beschäftigte vor unverhältnismäßigen Lohneinbußen geschützt werden. Das sichert auch Kaufkraft und Nachfrage.“

Seit Anfang März bis zum 26. April 2020 sind bei der Bundesagentur für Arbeit 751.000 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit für 10,1 Millionen Beschäftigte eingegangen. Das tatsächliche Ausmaß der Kurzarbeit ist erst nach Bearbeitung der Anträge auf Erstattung des Kurzarbeitergeldes bekannt.

Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) äußert sich in einer Pressemitteilung zu den Arbeitsmarktzahlen: „Der Corona-Ausnahmezustand setzt den Arbeitsmarkt massiv unter Druck: Die Zahl der Betriebe und der Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind, ist exorbitant hoch, so hoch wie nie zuvor in der Bundesrepublik. Diese schlechte Nachricht hat aber auch eine gute Seite – Kurzarbeit wirkt.

Denn überall da, wo Kurzarbeit angemeldet wird, sollen Jobs erhalten bleiben. So können wir verhindern, dass die Arbeitslosenzahlen durch die Decke schießen. Der Damm Kurzarbeit hält und wir müssen alles dafür tun, dass er nicht bricht.

Inzwischen hat die Bundesregierung hier Verbesserungen beschlossen – das ist gut so, sie werden dringend gebraucht. Die Gewerkschaften hatten h

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik von den Grünen hat sich ebenso in einer Pressemitteilung zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen geäußert:

Wir sehen in den neuen Arbeitsmarktzahlen die ersten Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt. Jetzt ist tatkräftiges Handeln gefragt, damit der Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht zu stark wird und die Armut in der Krise nicht ansteigt.

In den kommenden Monaten dürften allerdings sowohl die Arbeitslosenzahlen als auch die Zahl der Grundsicherungsbeziehenden noch stärker ansteigen. Die Erleichterungen und die geplante Anhebung beim Kurzarbeitergeld waren erste wichtige Schritte. In den nächsten Monaten wird es darüber hinaus aber zunehmend darum gehen, dass Menschen auch wieder eine Beschäftigung aufnehmen. Wir müssen dafür sorgen, dass sich Langzeitarbeitslosigkeit nicht noch weiter verfestigt. Und wir brauchen zusätzliche Anstrengungen, um sowohl die Menschen, die bereits arbeitslos sind oder es nun geworden sind als auch diejenigen, die gerade eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben, in Arbeit zu vermitteln. Dazu sind Maßnahmen notwendig, die dafür sorgen, dass trotz der Pandemie genügend Arbeits- und auch Ausbildungsplätze angeboten werden.

Darüber hinaus muss die Bundesregierung vehement verhindern, dass Menschen durch die Corona-Krise in die Grundsicherung abrutschen. Dazu brauchen wir ein Kurzarbeitergeld Plus sowie finanzielle Leistungen für Selbstständige, Künstlerinnen und Künstler, Eltern und weitere Gruppen, die eine Mindestabsicherung außerhalb des Arbeitslosengeldes II garantiert. Und wer Grundsicherung bezieht, braucht in diesen schwierigen Zeiten eine Anhebung der Leistung.

Autor: BMAS / © EU-Schwerbehinderung



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