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Coronavirus: Keine Gefahr mehr und alles wieder wie früher

Bildbeschreibung: Luftaufnahme von Hamburg und ein Grafisches Coronavirus sowie eine Frau mit Mundmaske halbtransparent über das Bild gelegt
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Unter Betrachtung der aktuellen Zahlen möchte man glauben, dass wir langsam in eine Phase kommen, wo "Neuinfektionen" eher unproblematisch sind. Das Verhalten vieler Menschen in der Öffentlichkeit, könnte ähnliches vermuten lassen, wenn da nicht die Abstandsregeln und Mundmasken wären. In Berlin konnte man zwar vermuten, dass der 1. Mai andere Prioritäten hatte und ein neues Ischgl droht, aber das ist nur reine Spekulation.

Doch sind die jetzigen Einschränkungen noch verhältnismäßig? Christian Lindner (FDP) sagte in einem Interview der FAZ: "Nicht die Regierung müsse fortwährend neu begründen, warum sie Freiheiten einschränkt, sondern diejenigen, die die Einschränkungen in Frage stellen, müssten das rechtfertigen. In sozialen Medien bis hin zu Leitartikeln sieht man sich harter Kritik ausgesetzt, wenn man am Regierungskurs zweifelt. Hier ist es keine Frage von Mehrheiten, sondern der Grundrechte unserer Verfassung."

In den ersten Regionen erleben die Menschen immer mehr Lockerungen. So hat Saarland die 800qm Beschränkung für Geschäfte aufgehoben und sagt nur noch, dass pro 20qm ein Kunde in ein Geschäft darf. Sogar Besuchsregeln wurden im Saarland gelockert. Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml, möchte sogar prüfen ob Erleichterungen bei Besuchsverbot in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen möglich sind. Insgesamt werden wir uns darauf einstellen müssen, dass die Lockerungen regional unterschiedlich sein werden uns sich nach dem Infektionsgeschehen richten.

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Viel spannender wird es für die Wirtschaft, denn auch die wird allmählich wieder hochgefahren. Der Einzelhandel öffnet, Friseure öffnen und in einigen Bundesländern sogar Tattoo-Studios und Geschäfte aus dem Bereich Körperpflege. Doch wird das reichen um den Einzelhandel zu retten, wenn dann am ende des Tages wesentlich weniger Kunden kommen können, aber die Kosten wieder in voller Höhe die Inhaber*Innen belastet? Oder kann die Produktionsfirma A überhaupt ausreichend produzieren, wenn der Zulieferer noch nicht wieder produzieren kann? Oder wenn die Kunden ihre Betriebe geschlossen haben?

Die Probleme im Bereich der Gastronomie werden ähnlich gelagert sein, auch wenn viele Gastronomen froh wären, wenn sie überhaupt wieder aufmachen könnten, denn viele Gastronomiebetriebe, könnten unter Beachtung der Hygieneregeln, ohne Probleme ihre Lokalitäten betreiben, so wird es eine Eröffnung mit wesentlich weniger Umsätzen werden.

Das gesamte Hochfahren wird uns nur erfolgreich gelingen, wenn sich alle an die Hygieneregeln halten und Bilder, wie in Berlin am 1. Mai, sich nicht wiederholen. Aber bis es ein "Wie früher" geben wird, kann es noch lange dauern, denn das Virus ist da und wir bestimmen, ob es weiter getragen wird, oder nicht.

Im Netz gibt es immer mehr Kritik an den Maßnahmen die seitens der Landesregierungen zur Eindämmung des Virus getroffen wurde. So schrieb jemand "Das Virus ist doch nicht weg, nur weil alle eingesperrt sind". Ein Argument? Die Antwort die der Kritiker bekam, war entsprechend und macht deutlich, was Ziel der Maßnahmen sein könnte, wenn man sich nicht nur auf die Entlastung des Gesundheitssystems konzentriert: Ein Virus kann nicht alleine leben, es braucht einen Wirt, einen anderen Organismus, das sind wir Menschen. Das menschliche Immunsystem bekämpft das Virus und die meisten besiegen es auch. Somit hat das Virus nur eine Chance, sich immer wieder neue Menschen zu "suchen", deren Immunsystem noch nicht gelernt hat, das Virus zu bekämpfen. Wenn es jetzt durch Kontaktsperren oder Abstandsgebot keine Chance mehr hat, einen neuen Menschen zu "finden" (also über Tröpfchen/Aerosole auf einen anderen Menschen übertragen zu werden), dann ist es in den Menschen gefangen, die es entweder erfolgreich bekämpfen oder die daran sterben. In beiden Fällen stirbt es aus und verschwindet." - Das zumindest wäre das optimale Szenario. Nur, das schaffen wir aber nicht, weil sich Menschen immer mit anderen treffen, also müssen wir gemeinsam zusammenhelfen, dass das Virus einfach so wenig Chancen wie möglich erhält, über Tröpfchen neue Menschen zu "finden". Das ist der Sinn aller Maßnahmen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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