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Positionspapier fordert Lebensmittelverschwendung bekämpfen und an Tafel spenden

Bildbeschreibung: Bild von einem Gemüsemarkt
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

In Deutschland landen 11,9 Millionen Tonnen (Thünen-Institut) bis 18 Millionen Tonnen (WWF) Lebensmittel jährlich im Müll. Einheitliche und allumfassende Öko-Bilanzkriterien für Lebensmittel gibt es derzeit nicht, aber regionale und saisonale Produkte, viel Gemüse und wenig Fleisch, der Verzicht auf hochverarbeitete Lebensmittel und Produkte wie Fast Food, Süßigkeiten und Knabbereien verbessern die Klimabilanz und helfen sowohl der Umwelt als auch der Gesundheit. Und natürlich: Weniger einkaufen. Denn weniger ist mehr! Immer mehr Verbraucher*innen wollen gesunde und nachhaltig erzeugte Lebensmittel konsumieren, die ressourcen-, umweltschonend und unter fairen Arbeitsbedingungen erzeugt worden sind. - Das teilt die SPD in einem einleitenden Positionspapier zur Lebensmittelverschwendung mit.

Kaufen wir einfach zu viel Lebensmittel ein? Oder gibt es eine Überproduktion an Lebensmitteln? Tatsache ist, dass sowohl in den Haushalten, als auch in den Lebensmittelgeschäften viele Lebensmittel vernichtet werden, obwohl diese Lebensmittel armen Menschen helfen könnten. Laut Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von 2017 leben 15,7 Prozent der Bevölkerung in Armut oder an der Armutsgrenze. Das sind knapp 13 Millionen Menschen. Armut ist somit kein Thema was niemanden angeht, im Gegenteil, damit findet Armut in unmittelbarer Nähe, direkt vor der Haustür statt. Aufgrund der Pandemie gehe das Bundesarbeitsministerium davon aus, dass es in den kommenden sechs Monaten bis zu 1,2 Millionen zusätzliche Bedarfsgemeinschaften geben werde, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch) unter Berufung auf eine Antwort des Ministeriums auf Anfrage der Linksfraktion.

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Die SPD-Fraktion hat ein Positionspapier zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung beschlossen. Diese beispiellose Ressourcenverschwendung, die Umwelt und Klima belastet, muss endlich effektiv eingedämmt werden. Ein Gesetz soll Lebensmittelhändler und -produzenten dazu verpflichten, überschüssige Nahrungsmittel an gemeinnützige Organisationen wie die Tafeln abzugeben. Außerdem sollen überflüssige haftungsrechtliche Hürden abgebaut und die Potenziale der Digitalisierung besser genutzt werden.

Ursula Schulte, ernährungspolitische Sprecherin der SPD: „Das Ausmaß an Lebensmittelverschwendung in unserem Land ist nicht länger hinnehmbar. Allein mit freiwilligen Maßnahmen und Appellen werden wir das Ziel der Bundesregierung, die Lebensmittelverluste bis 2030 zu halbieren, jedoch nicht erreichen. Wir brauchen verbindliche Zielvorgaben, eine gesetzliche Abgabeverpflichtung für Supermärkte und Hersteller und weniger rechtliche Hindernisse für Lebensmittelretter. Die Tafeln müssen mehr finanzielle Unterstützung bekommen und Schulen die Ernährungsbildung stärken. Mit entschlossenem Handeln kann es uns gelingen, das in der Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen verankerte Ziel einer Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu erreichen. Unser Positionspapier „Lebensmittelverschwendung auf allen Ebenen bekämpfen“ ist dafür eine gute Grundlage.“

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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