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Apotheken machen bundesweit auf das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam

Bildbeschreibung: Eine Frau und darüber steht in schwarz No.
Foto: © nicoladreyer

Die Sorge um häusliche Gewalt steigt in der Corona-Zeit. Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V., der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) und das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben starten eine gemeinsame Aktion gegen häusliche Gewalt.

Jede dritte Frau in Deutschland ist von Gewalt betroffen - viele von ihnen an einem Ort, an dem sie sich eigentlich sicher fühlen sollten: dem eigenen Zuhause. Im Zuge der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen kann sich für viele Frauen, die Gewalt in ihrer Partnerschaft erleben, die Lage weiter zuspitzen.

Um Frauen einen Ausweg zu zeigen, startet heute die Kooperation der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V., des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" und des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. Rund 19.000 Apotheken sind im Rahmen der Aktion aufgerufen, Infomaterialien des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" auszulegen. Die Aktion soll gewaltbetroffene Frauen - aber auch Personen aus ihrem sozialen Umfeld und Fachkräfte - darauf aufmerksam machen, dass es ein Beratungsangebot gibt, an das sie sich jederzeit kostenfrei, anonym und vertraulich wenden können.

"Im vergangenen Monat ist die Zahl der Beratungskontakte im Bereich häusliche Gewalt/Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" gestiegen. Ich bin daher froh, dass wir mit Hilfe der Aktion weitere Aufmerksamkeit für das Thema und unser Angebot erlangen", erklärt Edith Kürten, die Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

"Die Apotheken bieten einen flächendeckenden, niedrigschwelligen Zugang zur Gesundheit - und übernehmen auch wichtige soziale Funktionen vor Ort. In Apothekenteams arbeiten überwiegend Frauen, damit sind die Apotheken ein sicheres Umfeld für von Gewalt betroffene Frauen. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, die Hilfsangebote bekannter zu machen", sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

"Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache. Alle können gerade jetzt Zivilcourage beweisen und Betroffene in ihrem Umfeld auf die Frauenberatungsstellen aufmerksam machen. Diese sind weiterhin gut erreichbar und helfen Betroffenen dabei, ihren eigenen Weg aus der Gewalt zu gehen. Es kann Leben retten, wenn Gewalt nicht immer weiter eskaliert" erläutert Ursula Schele, Vorstandsfrau des bff, die Bedeutung von Hilfe.

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": Rund um die Uhr, kostenfrei, anonym

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" richtet sich an gewaltbetroffene Frauen, Personen aus ihrem sozialen Umfeld sowie an Fachkräfte und berät zu allen Formen von Gewalt - ob Gewalt in der Partnerschaft, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel. Über 80 qualifizierte Beraterinnen helfen unter der Telefonnummer 08000 116 016, per E-Mail sowie im Sofort- oder Termin-Chat auf www.hilfetelefon.de - kostenlos, anonym und vertraulich. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen Betroffene an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Das bundesweite Angebot ist rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Bei Bedarf kann die Beratung in 17 Fremdsprachen sowie in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache erfolgen. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelt.

Der bff ist der Dachverband der ambulanten Beratungsstellen, die von körperlicher, sexualisierter oder psychischer Gewalt betroffene und bedrohte Frauen unterstützen. Beratungsstellen in allen Regionen Deutschlands finden sich unter diesem Link: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/hilfe-vor-ort.html

Autor: ABDA / © EU-Schwerbehinderung



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