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"Wir sind unteilbar" ein Band der Solidarität ging durch Deutschland

Bildbeschreibung: Foto von der Menschenkette unteilbar
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Es war ein Band der Solidarität, das heute durch Deutschland ging. Das Bündnis #unteilbar hatte dazu aufgerufen. Anna Spangenberg aus dem Sprecher*innenteam von unteilbar betont: „Jetzt werden die Weichen gestellt. Wir sprechen mit, wenn darüber entschieden wird, wie die offene und solidarische Gesellschaft in Zukunft gestaltet wird.“

„Menschen erleben aufgrund ihrer kulturellen Identität auch in Deutschland täglich Ausgrenzung und Diskriminierung: Sei es auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, in der Schule oder im öffentlichen Leben. Oftmals werden ihre Beschwerden darüber nicht ernst genommen oder als Einzelfälle abgetan“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. „Wir als Diakonie stehen auf der der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes für eine Gesellschaft, in der sich alle Menschen zugehörig fühlen können und gleiche Rechte und Chancen genießen.“

„Es geht nicht bloß um die USA. Es geht um die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit des Rassismus, dem wir überall begegnen. Es geht um die Anmaßung, zwischen ‘wichtigem’ und ‘unwichtigem’ Leben unterscheiden zu wollen. Jedes Leben zählt – jeder Mensch ist gleich geschaffen und geliebt von Gott“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt. Der Aktionstag von #unteilbar am 14. Juni setzt deshalb ein starkes Zeichen der Solidarität mit Menschen ohne sichere Arbeit und Wohnung, mit Geflüchteten, mit Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung betroffen sind, Angehörigen von Risikogruppen, Betroffenen von häuslicher Gewalt und Kindern, die in ihrer Bildung abgehängt werden. Füllkrug-Weitzel: „Sie alle dürfen nicht zurückgelassen werden. Wir brauchen eine Kultur des Respekts und der Toleranz, bei uns in Europa, in den USA und weltweit. Die Würde jedes einzelnen Menschen zählt.“

In Berlin reichte das Band über mehr als 9km vom Brandenburger Tor bis in die Karl-Marx-Straße in Neukölln. In Leipzig trotzten die Demonstrant*innen dem strömenden Regen. Auch in Freibug, Chemnitz, Detmold, Plauen, Hamburg, Münster, Geislingen und Passau beteiligten sich hunderte Organisationen. Unzählige verfolgten den Aktionstag im Livestream, teilte das Bündnis unteilbar mit. Georg Wissmeier, ebenfalls aus dem Sprecher*innenteam, ergänzt: „Die Coronakrise verschärft bestehende Ungleichheiten. Viele drohen dabei zurückzubleiben. Das werden wir nicht zulassen. Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit gehören unteilbar zusammen.“

Michael Müller (SPD) Regierender Bürgermeister von Berlin, warnte im Tagesspiegel: "Wir müssen uns weiter gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung starkmachen. Wir müssen am Wochenende und auch in den kommenden Wochen aber weiter rücksichtsvoll sein und aufeinander achtgeben." Man dürfe das Erreichte nicht verspielen.

Mit dem Band der Solidarität sollte ein Zeichen gegen Rassismus, Transfeindlichkeit Sexismus, Antisemitismus und Behindertenfeindlichkeit gesetzt werden, wie viele Redner*In der Veranstaltungen in ihren Redebeiträgen verdeutlichten. Natürlich standen dabei auch die Themen im Vordergrund, die mit dem Coronavirus im Zusammenhang stehen und welche Auswirkungen diese für viele Menschen haben oder hatten. Wünschenswert wäre es sicherlich gewesen, wenn hier Menschen mit Behinderungen noch mehr in den Fokus gerückt worden wären.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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