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Stiftung Patientenschutz schlägt Neuregelung bei Suizidhilfe vor

Bildbeschreibung: Eine Hand die irgendwo hinreicht als Symbolik zu suchenden Hilfe
Foto: © Hannah Montez

Die Patientenschützer schlagen eine Neuregelung vor nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe, die organisierte Angebote nach den Kriterien des Richterspruchs zulässt.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der Deutschen Presse-Agentur: Ohne Zweifel sei es wichtig, auch die Unterstützung über die Pflege, Palliativmedizin, Hospizarbeit und Psychotherapie auszubauen. “Aber selbst das wird nicht alle Suizidwilligen überzeugen, und auch für sie gilt das Selbstbestimmungsrecht.”

Das Verfassungsgericht hatte Ende Februar das seit 2015 bestehende Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt - es verletze das Recht des Einzelnen auf selbstbestimmtes Sterben. “Geschäftsmäßig” hat dabei nichts mit Geld zu tun, sondern bedeutet “auf Wiederholung angelegt”. Das Urteil stößt eine Tür für organisierte Angebote auf. Die Richter stellten aber die Möglichkeit zu Regulierungen heraus. (wir berichteten)

Einen neuen Paragrafen im Strafgesetzbuch schlägt die Stiftung Patientenschutz vor, die profitorientierte Suizidhilfe verbietet. Eine Freiheitstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe solle hierfür vorgesehen werden, so Brysch. Demnach sollen zulässig sein organisierte Angebote nach Maßstäben des Urteils.

Suizidhelfer müssten sich eigener Sachkunde vergewissern und schriftlich niederlegen, dass ein Suizidwilliger vor einem Entschluss zureichend über realistische Handlungsmöglichkeiten aufgeklärt wurde. Sie hätten dafür zu sorgen, dass ein Sterbewilliger seinen Entschluss nach deutlicher Abwägung des Für und Wider unter Anspannung seiner geistigen Kräfte gefasst hat. Zudem müssten Helfer sicherstellen, dass es von dritter Seite weder Druck noch Einflussnahme gibt. Bei Verstoß gegen diese Maßstäbe sollen bis zu drei Jahre Haft drohen. Vor kurzem hatte Der „Verein Sterbehilfe“ hat nach eigenen Angaben erstmals einem Senior in einem deutschen Altenheim zum Suizid verholfen. (wir berichteten)

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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