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Entwicklungsländer unterstützen, Frauen und Mädchen stärken

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Video-Podcast
Foto: BK | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Anlässlich des Weltbevölkerungstags der Vereinten Nationen betont Kanzlerin Merkel die großen Herausforderungen für die Weltgemeinschaft, die sich aus dem sehr dynamischen Bevölkerungswachstum ergeben. Besonders Entwicklungsländer seien betroffen. "Wir sprechen von Staaten und Weltregionen, die ohnehin schon herausgefordert sind. Denn sie haben mit Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit sowie mangelndem Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung zu kämpfen", sagt die Kanzlerin.

Heute leben 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt – am ersten UN-Weltbevölkerungstag im Jahr 1989 waren es noch etwa 5 Milliarden. Jedes Jahr wächst die Weltbevölkerung um 80 Millionen Menschen. Das bleibe nicht ohne Folgen, so die Bundeskanzlerin. Natürliche Ressourcen würden zum Teil über die Belastungsgrenze hinaus verbraucht. "Und wir sehen überall auf der Welt die Verschärfung von Konflikten um Land, Wasser und Nahrungsmittel."

Deutschland unterstützt betroffene Länder etwa über die Entwicklungszusammenarbeit. Dabei spielten Frauen und Mädchen eine wichtige Rolle, so Merkel. "Wir wollen ihnen durch Bildung größere Berufschancen eröffnen und sie so wirtschaftlich selbständiger machen. Das erhöht in der Regel die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen in Fragen der Familienplanung und hat damit natürlich Einfluss auf die Entwicklung der Weltbevölkerung." Im Podcast nennt sie Beispiele für gelungene Projekte. So unterstützt Deutschland die Lehrerausbildung in Malawi – mit dem Ergebnis, dass dort mittlerweile 51 Prozent der Studierenden Frauen sind.

Auch die Coronavirus-Pandemie zeige, wie wichtig internationale Zusammenarbeit sei. Eine Pandemie berge gewaltige Gefahren für die Weltgemeinschaft. "Sie beeinträchtigt Stabilität, wirtschaftlichen Wohlstand und damit letztlich auch sozialen Frieden", so Merkel.

Deutschland setze sich für eine globale und gerechte Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika ein. Wichtig sei außerdem die direkte humanitäre Hilfe. So hat die Bundesregierung ein "Corona-Sofortprogramm" aufgelegt, aus dem die Lieferung dringend benötigter Hilfsgüter an betroffene Länder finanziert wird. "Diese Hilfsgüter können vor Ort Leben retten", so die Kanzlerin.

"Ich sehe in vielen Staaten die große Bereitschaft, diese Herausforderungen gemeinsam anzugehen Das stimmt mich hoffnungsvoll", sagt Merkel.


© Bundeskanzleramt

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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