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Armut durch hohe Mieten, niedrige Renten und teure Pflege

Bildbeschreibung: Jemand der bei seiner Jeans beide Hosentaschen nach draußen gekrempelt hat die leer sind.
Foto: © Tumisu

„Aus der sozialen Schieflage darf keine Rutschbahn in die dauerhafte Armut werden! Wohnungspolitik ist Sozialpolitik“, betonte der Vorsitzende Horst Vöge, vom Sozialverband VdK-Nordrhein-Westfalen. Dabei insbesondere mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen und die Kommunalwahlen 2020.

„Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden bis 2030 rund 37 Prozent des geförderten Wohnraums aus der Sozialbindung gefallen sein“, kommentierte der VdK-Landesvorsitzende etwa die unzureichenden Neubau-Aktivitäten der vergangenen Jahre. Um dem Mietwahnsinn entgegenzuwirken, müsse das Land unbedingt weitere Mittel zur Verfügung stellen. „Den Mangel an barrierefreien Angeboten hat die Landesregierung zuletzt sogar noch verschärft“, so Vöge. „Hier sind einige Ungereimtheiten durch die lückenhafte Umsetzung entsprechender Vorgaben entstanden.“

Geld allein wird aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen jedoch nicht helfen. „Gerade kleine und mittlere Kommunen benötigen auch organisatorische Unterstützung, die beispielsweise eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft bieten könnte“, schlug der Vorsitzende in seiner Rede vor rund 120 Gästen vor, zu denen unter anderem Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel und die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Kerstin Griese (MdB) zählten. „Angesichts der Wahlen im Herbst bewegt uns grundsätzlich die Frage nach einer flächendeckend gleichwertigen Daseinsvorsorge in den Städten und Gemeinden - von der Verkehrsanbindung, über die Nahversorgung mit Lebensmitteln und Banken, bis hin zu Angeboten im Gesundheitsbereich.“

In diesem Zusammenhang verwies Vöge nicht zuletzt auf die steigende Zahl von Pflegebedürftigen, die wegen der überdurchschnittlichen Zuzahlungen für die Heimunterbringung in NRW in Existenznot geraten. „Um sämtliche Kosten für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe abdecken zu können, setze ich mich als Vizepräsident des VdK Deutschland auch auf Bundesebene für eine Pflegevollversicherung ein."

Autor: VdK NRW / © EU-Schwerbehinderung



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