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Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder

Bildbeschreibung: Ein Mädchen das in der Schule an einem Tisch sitzt und etwas schreibt.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Die Grundlage für den Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ist durch die im Konjunkturpaket aufgestockte Investitionssumme von 3,5 Mrd. Euro gelegt. Mit anderen Verbänden mahnt die Diakonie, jetzt dabei die Qualität nicht zu vernachlässigen.

„Der flächendeckende Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ist dringend erforderlich. Eile ist geboten, um zum kommenden Schuljahr für alle Kinder ein verlässliches Angebot vorzuhalten. Es darf aber nicht allein um die Quantität gehen. Vor allem muss die Qualität der Angebote stimmen“, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. „Damit Ganztagsangebote zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einer besseren Teilhabe von Kindern beitragen können, muss in Qualität investiert werden! Dazu gehören in der Jugendhilfe gut ausgebildete Fachkräfte und adäquate Räumlichkeiten. Ein gemeinsames Konzept von Schule und Jugendhilfe ist ebenso wichtig, wie eine solide Finanzierung."

Deshalb unterstützt die Diakonie die gemeinsame Erklärung von AWO und GEW, „Für einen guten Ganztag im Grundschulalter - Rechtsanspruch muss für Kinder, Eltern und Beschäftigte ein Erfolg werden!“. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, in den Verhandlungen mit den Ländern auf verbindliche Regelungen zur Qualität für den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu dringen.

Das Bundeskabinett hat die Gleichstellungsstrategie der Bundesregierung am 8 Juli beschlossen. Dazu erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön:

„Die ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie ist ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Es ist gut, dass sie nun vorgelegt wird. Die Bündelung der Maßnahmen trägt dazu bei, Regelungen aufeinander abzustimmen. Ziel ist, dass Frauen und Männer ihren Lebensentwurf verwirklichen können, dass es ihnen ermöglicht wird, Familien- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich und gleichberechtigt zu teilen.

In der Corona-Krise haben wir erlebt, dass die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit oft daran gescheitert ist, dass Frauen weniger verdienen als ihre Partner und daher den größeren Anteil an der Familienarbeit übernommen haben. Denn Frauen sind nach wie vor häufig in Berufen beschäftigt, die weniger gut bezahlt sind: in der Pflege und in der Dienstleistung. Wir müssen die Anerkennung, die diese Berufe in der Corona-Krise genießen, nutzen, um eine bessere Bezahlung der Frauen zu erreichen. Das ermöglicht auch in Krisenzeiten eine fairere Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Auch Führen in Teilzeit muss stärker möglich sein und gelebte Praxis werden. Das wäre ein großer Schritt zu mehr Gleichberechtigung und zur Senkung der Lohnlücke.

Wichtige Instrumente zur Gleichstellung sind der Ausbau der Kitaplätze sowie der Ausbau der Ganztagsbetreuungsplätze an Grundschulen, die der Bund finanziell stark fördert. Was zur Gleichstellung ebenfalls beitragen würde, ist die im Koalitionsvertrag vereinbarte finanzielle Förderung der Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen. Damit würden erwerbstätige Mütter und Väter von Aufgaben entlastet. Hier prüft das Bundesfamilienministerium seit Jahren, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann. Bundesministerin Giffey muss jetzt endlich Vorschläge auf den Tisch legen.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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