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Menschen mit Behinderung müssen an Corona-Entscheidungen beteiligt werden

Bildbeschreibung:  Eine Frau die einem Rollstuhl sitzt.
Foto: © Polina Tankilevitch

Zum Welttag der Menschen mit Behinderung am 3 Dezember fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, MdB und Bundesministerin, dass Menschen mit Behinderung an Corona-Entscheidungen beteiligt werden müssen:

„Für Menschen mit Behinderung ist ihr Schutz vor Infektionen ebenso wichtig wie ihre Teilhabe und bedarfsgerechte Unterstützung. Daher muss ihre Perspektive gehört werden. Damit die Corona-Maßnahmen ihre besonderen Bedarfe berücksichtigen.“

Menschen mit Behinderung sind häufig besonderen Risiken ausgesetzt, da sie teils wegen bestehender Vorerkrankungen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe haben. Zudem können sie präventive Maßnahmen wie Abstandhalten oft schwieriger umsetzen, da sie häufig auch auf körpernahe Unterstützung durch wechselnde Personen angewiesen sind. Gerade zu Beginn der Pandemie waren sie durch die Schließung von Tagesstätten, Schulen wie auch Werkstätten für behinderte Menschen und mit Besuchsverboten im gemeinschaftlichen Wohnen lange Zeit in Wohnstätten und Familien von der Außenwelt abgeschnitten und isoliert. Das darf nicht wieder passieren.

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Damit alle aus diesen Erfahrungen lernen, fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe in einem Positionspapier, dass bei allen staatlichen Maßnahmen vorab überprüft wird, welche Auswirkungen sie auf Menschen mit Behinderung und ihre Familien haben. Sie brauchen zugängliche Informationen und bedarfsgerechte Unterstützung, wenn zum Beispiel ein Besuch der Werkstatt wegen erhöhtem Risiko nicht möglich ist. Es darf nicht sein, dass durch Corona die mühsam erreichte Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung in Frage gestellt wird und sie von dringend notwendigen sozialen Kontakten abgeschnitten werden.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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