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EU-Schwerbehinderung

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Flaschensammeln unerwünscht - vorbestraft

Für die Rentnerin (76) ist es mehr als bitter. Vorbestraft weil sie Flaschen sammelte. Es geschah vor zwei Jahren. Frau Anna L. wollte ihre Rente aufbessern, indem sie Flaschen sammelte. Nichts verwerfliches, sollte man denken, doch am Hauptbahnhof München nicht erwünscht. 

So wurde sie vor zwei Jahren am Hauptbahnhof München von zwei Bahn- Mitarbeitern erwischt und erhielt prompt Hausverbot. Die Deutsche Bahn, hat am Hauptbahnhof München, das Hausrecht.

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Mit mir gibt es einen Neustart in der Pflege in 100 Tagen

Jetzt kurz vor der Bundestagswahl wird das Thema Pflege in Deutschland immer wichtiger. Der SPD-Kanzelkandidat Martin Schulz hat in der Fernsehsendung im ARD am Montag den 18.09.2017 "Wahlarena" gesagt,  dass wenn er die Wahl zum Bundeskanzler gewinnt er einen "kompletten Neustart" in der Pflege vorsieht. Dabei sollte man bedenken das es immer mehr Pflegebedürftige Menschen gibt zurzeit sind es knapp 2,9 Millionen Pflegebedürftige (stand 2017) und die Zahl wird immer weiter ansteigen.

Martin Schulz sagte: "Deutschland ist ein Land mit Milliardenüberschüsse und Menschen, die im Alter nicht in der Würde behandelt werden, in der sie behandelt werden müssten". "Ich werde in den ersten hundert Tagen als Bundeskanzler einen Neustart in der deutsche Pflegestruktur beginnen." Dies sei "Staatsaufgabe Nummer eins".  Schulz betonte dabei drei Dinge: "Mehr Personal, bessere Bezahlung des Personals und mehr Pflegeplätze." Schulz forderte,  "dass wir 30 Prozent mindestens mehr an Gehältern zahlen", um den Beruf attraktiver zu machen. Er wies nochmal auf einen einheitlichen Personalschlüssel hin, wie auch im Wahlprogramm der SPD wiederzufinden ist.  

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU war auch in der Fernsehsendung Wahlarena am 11.09.2017. Sie wurde auch auf das Thema Pflege angesprochen, durch einen jungen Krankenpfleger Alexander Jorde er zitierte aus dem Grundgesetz "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und er erklärte dann:  Die Würde der Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Deutschland werde „tagtäglich tausendfach verletzt“,. Es gebe Menschen, die stundenlang in ihren Ausscheidungen lägen. Die Pfleger seien überlastet und für zu viele Patienten zuständig. Es gebe Schichten, bei denen 20 Patienten auf eine Pflegekraft kämen. „Sie sind seit zwölf Jahren an der Regierung und haben in meinen Augen nicht viel für die Pflege getan“. Jorde machte darauf Aufmerksam das die Belastung für eine Pflegekraft immens sind und das Angela Merkel schon seit zwölf Jahren Bundeskanzlerin ist. Angela Merkel versprach mehr Pflegekräfte, eine bessere Bezahlung und auf Pflegefachkräfte im EU-Ausland zuzugreifen. Außerdem sagte Angela Merkel „Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist“ Dennoch sagte Sie. „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass zum Schluss alles zu bester Zufriedenheit ist, aber es wird mehr Standard da reinkommen. Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist“. Genaueres können Sie im Wahlprogramm nachlesen.

 

 

Was bedeutet Kombinationspflege und wie beantrage ich Kombinationspflege?

Was ist Kombinationspflege?

Kombinationspflege setzt sich aus Pflegesachleistungen und Pflegegeld zusammen. Hierbei ist aber zu beachten, dass die Pflege von einen Angehörigen oder einen ehrenamtlichen Helfer vorausgesetzt wird um die Kombinationspflege in Anspruch nehmen zu können. 

 

Wann macht die Kombinationspflege Sinn?

Der Angehörige kann zum Beispiel etwas nicht leisten oder hat nicht die Möglichkeit 24 Stunden zu helfen, dann kann dieser unterstützt werden von einem Pflegedienst zum Beispiel bei der Grundpflege oder hauswirtschaftlichen Versorgung, so dass diese vom Pflegedienst übernommen wird. 

 

Was gibt es für Vorrausetzungen für die Kombinationspflege?

Der Pflegebedürftige hat einen Anspruch ab einem Pflegegrad 2 bis 5 auf die Kombinationsleistungen. Wer einen Pflegegrad 1 hat bekommt weder Pflegegeld noch Pflegesachleistungen. Es können aber die Leistungen des Entlastungsbeitrags verwendet werden, zum Beispiel für die Grundpflege oder hauswirtschaftlichen Versorgung.

 

Ab wann kann man die Kombinationspflege beantragen?

Ab Beginn der Pflegebedürftigkeit kann man die Kombinationspflege bei der Pflegekasse beantragen.

 

 

Wie wird die Kombinationsleistung verrechnet?

Es wird anhand der Einstufung des Pflegegrad berechnet. Dementsprechend unterschiedlich fällt das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen aus.

Beauftragt man zum Beispiel einen Pflegedienst, dann rechnet die Pflegeversicherung monatlich die entsprechenden Leistungen ab. Hat man die Kombinationspflege gewählt, dann wird von der Pflegekasse überprüft ob die Pflegesachleistungen vollständig beansprucht wurden.

Hat man weniger finanzielle Leistungen in Anspruch genommen z.B. für den Pflegedienst, dann steht einem der offene Betrag prozentual, als Pflegegeld zu und wird ausbezahlt.

 

Wie viel Anspruch habe ich bei welchen Pflegegrad?

Pflegegrad 1

  0     Euro Pflegegeld

0         Euro Sachleistung

Pflegegrad 2

316   Euro Pflegegeld

689     Euro Sachleistung

Pflegegrad 3

545   Euro Pflegegeld

1.298  Euro Sachleistung

Pflegegrad 4

728   Euro Pflegegeld

1.612 Euro Sachleistung

Pflegegrad 5

901   Euro Pflegegeld

1.995 Euro Sachleistung

Wie wird die Kombinationsleistung berechnet?

Der Pflegegrad bestimmt die Höhe der Kombinationsleistung. Die Kombinationsleistung wird auf Grundlage des Höchstbetrags der Pflegesachleistungen berechnet. Von diesem Höchstbetrag wird zunächst der prozentuale Anteil der tatsächlich erhaltenen Pflegesachleistung errechnet. Der Pflegegeldanspruch reduziert sich um diesen Prozentsatz.

Zum Beispiel:

Der Pflegedienst (Pflegesachleistungen) nimmt 70 Prozent in Anspruch dann bekommt man 30 Prozent als Pflegegeld ausbezahlt. Das folgende Beispiel zeigt die Berechnung.

Berechnung:

Pflegebedürftiger des Pflegegrades 3

Höchstanspruch auf Pflegesachleistungen = 1.298 Euro

In Anspruch genommene Pflegesachleistungen = 778,80 Euro

Das entspricht 70% von 1.298 Euro Restanspruch = 30% (100% ./. 70%)

Anteiliges Pflegegeld (30% von 545 Euro) = 163,50 Euro

 

Tabelle zur Berechnung:

Sachleistung in Prozent

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

Pflegegeld in Prozent

0

10

20

30

40

50

60

70

80

90

 

 Zur Berechnung der Kombinationspflege gibt es auch Online einen Taschenrechner. Gerne können Sie diesen hier aufrufen:

Taschenrechner zur Kombinationspflege

 

Warum beantragt man Kombinationspflege?

Hat man zum Beispiel einen Pflegedienst beauftragt und dieser verbraucht nicht den Betrag der Pflegesachleistungen auf, so hat man einen Rest Anspruch auf Pflegegeld, das man ansonsten nicht bekommen würde. 

 

Wie beantragt man die Kombinationspflege?

Bei der Pflegekasse muss schriftlich ein Antrag auf Kombinationspflege gestellt werden. Dabei sollte man aber beachten das man für 6 Monate daran gebunden ist und man nicht in dieser Zeit wechseln kann. Falls sich etwas gravierend verändert in der Pflegesituation kann man ausnahmsweise früher wieder eine Änderung durchführen. Bitte lassen Sie sich von ihrer Pflegeversicherung beraten.

 

Was ist noch zu beachten bei der Kombinationspflege?

Wenn man mehr Pflegesachleistungen in Anspruch nimmt muss man die Differenz selber aufbringen.

 

Wo finde ich die Paragraphen dazu?

Die Pflegesachleistungen sind im § 36 SGB XI geregelt.

Das Pflegegeld ist im § 37 SGB XI geregelt

Die Kombinationspflege wird im § 38 SGB XI geregelt. 

Kostenlose Pflegehilfsmittel als Pflegebedürftiger

Wenn ein Angehöriger einen Pflegebedürftigen Menschen zu Hause pflegt und dieser einen anerkannten Pflegegrad hat, so hat der Pflegebedürftige bzw. der Pflegende einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel.

Dieses ist sehr Praktisch, denn oftmals haben die Angehörigen keine Zeit, durch die Pflege noch extra zum Einkaufen zu fahren, um Pflegehilfsmittel im Sanitätskaufhaus zu kaufen.

Die Pflegehilfsmittel dienen dazu um den Angehörigen, die schwierigen Aufgaben zu erleichtern. Es soll die Pflege im Alltag entlasten, um die Beschwerden des Pflegebedürftigen zu lindern oder ihm eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen.

Jeder Pflegebedürftige bekommt pro Monat Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 Euro von der Pflegekasse erstattet.

 

Was für Pflegehilfsmittel sind das?

Diese finden sich im Pflegehilfsmittelverzeichnis wieder unter Produktgruppe 54:

  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Mundschutz
  • Bettschutzeinlagen
  • Schutzschürzen

 

Wie bekommt man die Pflegehilfsmittel?

Jeden Monat bekommt man die Pflegehilfsmittel kostenlos zugesendet. Da jeder Pflegebedürftige andere Ansprüche hat, kann man individuell sich für die 40 Euro seine Pflegehilfsmittel aussuchen. Hierfür haben sich einige Anbieter darauf spezialisiert, dass man bequem Online sich die Pflegehilfsmittel aussucht und dann jeden Monat diese nach Hause geliefert bekommt.

Zum Beispiel bekommt man hier kostenlos eine Pflegehilfsmittelbox:

hygibox.de

Die Anbieter regeln alles mit der Pflegekasse, denn die Pflegehilfsmittel müssen beantragt werden und die Kosten dafür abgerechnet werden. 

Muss man online die Pflegehilfsmittel bestellen?

Nein, man kann auch in der der Apotheke oder in einem Sanitätshaus einkaufen. Vorher muss man einen Antrag stellen bei der Pflegekasse für Pflegehilfsmittel. Am besten man ruft vorher bei der Pflegekasse an und erkundigt sich wie man die Pflegehilfsmittel beantragen kann.

Wann hat man noch Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

  • Die Pflege in einer Wohngemeinschaft
  • Die Pflege von einem Pflegedienst wird durchgeführt.

Wann hat man keinen Anspruch?

Für Pflegebedürftige im Pflegeheim können von den pflegenden Angehörigen keine Pflegehilfsmittel geordert werden. 

Was ist noch wichtig?

Wenn man einen Antrag gestellt hat sollte man die Laufzeit beachten, denn diese kann unterschiedlich ausfallen. Entweder unbegrenzt oder jährlich. Bei jährlicher Laufzeit sollte rechtzeitig ein neuer Antrag gestellt werden.

Das Wahlprogramm der Parteien zur Pflege

Für viele Menschen ist die Pflege ein sehr wichtiges Thema. Dieses geht auch aus einer Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) hervor. Deshalb haben wir das Wahlprogramm der größten Parteien zusammengefasst und uns auf den Schwerpunkt Pflege konzentriert. Bei den einzelnen links unter den Parteien, handelt es sich um die Wahlprogramme in leichter Sprache als PDF Dateien, die man direkt runterladen kann. Hier ist auch nochmal die Hauptseite: http://www.bundestagswahl-bw.de/wahlprogramme_leichte_sprache.html

CDU/CSU

Die CDU/CSU wollen Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern. Außerdem will man die Personalausstattung im Pflegebereich verbessern. Die Pflegenden Angehörigen sollen gestärkt werden. „konzentrierte Aktion Pflege“ Rehabilitation Möglichkeiten sollen zum Erhalt der Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen verbessert werden. Der Elternunterhalt soll für Kinder von pflegebedürftigen Eltern erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro heranzogen werden.

Quelle: https://www.cdu.de

SPD

Ein höheres Einkommen für Menschen mit Berufen in der Gesundheit. Verbesserte Arbeitsbedingungen in der Pflege. Familienarbeitszeit für Pflegende, dadurch sollen Pflegende Angehörige die Arbeitszeit für bis zu drei Monate ganz oder zum Teil reduzieren und in dieser Zeit eine Lohnersatzleistung erhalten. Die Höhe der Lohnersatzleistung soll sich am Elterngeld orientieren. Es soll ein Sofortprogramm für mehr Personal in der Altenpflege geben. Es wird eine einheitliche Bürgerversicherung gefordert, anstatt des aktuellen Systems mit privater und gesetzlicher Krankversicherung. Eine einheitliche Pflegeversicherung für alle gehört auch dazu. Entwicklung von Alternativen zur 24-Stunden-Pflege im Haushalt. Die Pflegestützpunkte ausbauen.

Quelle: https://www.spd.de/

 

 

Bündnis 90/Die Grünen

Personalbemessung bundesweit, insbesondere in der Altenpflege. Eine gute, ausreichende und kostenlose Ausbildung in den Berufen für Gesundheit. Die Angehörigen oder Freunde sollen besser bei der Pflege unterstützt werden. Eine dreimonatige PflegeZeit und jährlich zehn Tage für akute Notsituationen. Die Pflegeden sollen in dieser Zeit Gehalt erhalten und von der Arbeit freigestellt sein. Die Stärkung der Geburtshilfe durch verbesserte Versorgungsstrukturen. Einen umfassenden Ausbau ambulanten Wohn- und Pflegeformen. Eine Hilfe, auch für Menschen mit einer kleinen Rente. Mehr Mitspracherechte für Pflege und andere Berufe in der Gesundheit in Gremien der Selbstverwaltung. Für die 24 Stunden Pflege bessere Unterstützung durch Quartierstützpunkte und Nachbarschaftszentren.

Quelle: https://www.gruene.de

Die Linke

Das Personal abbauen durch Einsparungen und Outsourcing anhalten. Eine Pflegevollversicherung in der alle Pflegebedürftigen und deren Familie keine Restkosten mehr tragen müssen. Verbesserte Bezahlung in Gesundheits- und Heilberufen. Das Pflegepersonal vergrößern und mehr professionelle Angebote. Erhöhung des Pflegemindestlohns auf 14,50 Euro. Kostenlose Ausbildung in Gesundheitsberufen. Eine Schulgeldfreie Fort- und Weiterbildung. Eine Pflegeversicherung in die alle einzahlen auch Privatversicherte, Beamte, Abgeordnete und Selbständige. Psychiatrien ohne Gewalt und Zwang. Die Kommunen finanziell stärken. In die Infrastruktur der Pflege investieren von Bund und Ländern.

Quelle: https://www.die-linke.de

Die FDP

Ausbau der Palliativmedizin und des Hospizwesens. Zudem die Palliativversorgung in Kliniken, Heimen sowie im häuslichen Umfeld soll erweitert werden. Spezielle ambulante Palliativversorgung in Teams aus Ärzteschaft, Pflegekräfte, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorgenden, Sozialarbeitern und ehrenamtlich Helfende. Bundeseinheitliche Regulierung unter welchen Umständen die ärztliche Assistenz bei der Selbsttötung sanktionsfrei ist. Dokumentation Aufwand verkleinern, Arbeitszeit optimieren damit mehr Zeit für Patienten. Eine integrative Ausbildung der Pflegekräfte: ein gemeinsames erstes Ausbildungsjahr und spezialisierte Folgejahre.

Quelle: https://www.fdp.de

AfD

Einen verbindlichen, länderübergreifenden Mindestpersonalschlüssel für das Pflegepersonal, der auch bei den Krankenhausentgelten Berücksichtigung finden muss. Die Therapeuten in den Gesundheitsberufen sollen nach Möglichkeit in Deutschland ausgebildet sein. Pflegende Angehörige besser unterstützen. Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Kranken-und Pflegeversicherung.

Quelle: https://www.afd.de

 

Quelle: http://www.bundestagswahl-bw.de/

 

 

Krank - Abseits von der Gesellschaft

In der gestrigen Wahlarena im TV, zeigte Frau auf, was für ein Schicksal vielen droht, die unvorhergesehen erkranken und in Folge dieser Krankheit in die Erwerbsminderung/Erwerbsunfähigkeit fallen.
Oft reicht die Erwerbsminderung- Rente (EM-Rente) nicht aus um den jahrelang erarbeiteten Lebensstandard zu halten. Die EM-Rente ist für viele Menschen so gering, dass sie auf weitere Unterstützung des Staats angewiesen sind (Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII). 

Für viele Menschen fangen somit die nächsten Problem an. Trotz Krankheit, müssen diese Menschen ihr vertrautes Wohnumfeld verlassen um in günstige Sozialwohnungen umzuziehen. Diese Zusatzbelastung ist oft für solche, teils sehr schwer erkrankten Menschen nicht leistbar. Hinzu kommt, dass eine neue Wohnumgebung auch oft zur sozialen Isolation führt, denn der Umzug macht es nicht selten schwierig, seine Sozialen Kontakte aufrecht zu halten. Doch bevor man voreilig einen Wohnort- Wechsel anstrebt, ist es immer sinnvoll, sich beim Sozialamt beraten zu lassen. Es kann durchaus Gründe geben, die es ermöglichen, auch auf längere Dauer in der bestehenden Wohnung zu bleiben. Auch der Deutsche Mieterbund kann hier beratend zur Seite stehen.

Gerade chronisch erkrankte Menschen sind meist auf fremde Hilfe angewiesen. Da sich aber nicht selten der Freundeskreis durch die Krankheit reduziert, nicht jeder die Unterstützung der Familie hat, sind diese Menschen auf sich alleine gestellt. Das kann neben der sowieso schon belastenden Krankheit, fatale Folgen für diese Menschen haben. Nicht selten entwickelt sich aus solcher Situation eine Depression, was die Gesamtsituation noch mehr erschwert. Wohin das noch führen kann, haben wir in dem Beitrag EM-Rente - Und jetzt? berichtet.

Eine andere Geschichte zu dem Thema haben wir in der Rubrik "Ihre Geschichte". Lesen sie selbst Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit ......

Sind sie auch betroffen oder kennen jemanden, schreiben sie uns einfach über unser Formular Ihre Geschichte.
Wer den Ausschnitt aus der Wahlarena vom 18.09.2017 noch einmal sehen möchte, kann sich ab Minute 57, das Video anschauen.

 

 

Wenn dir keiner mehr zuhört ...

Geboren bin ich 1967 in Dachau. Soweit scheint noch alles in Ordnung zu sein, bis auf die kleine Tatsache, dass meine Eltern mich nicht wollten und ich somit als 5 Tage altes Baby in ein Säuglingsheim kam. Bis mich 1970 Pflegeeltern gefunden haben, sollte ich in einer Zeit ohne Liebe existieren. Bei meiner Pflegemutter, die mich mit Liebe überschüttete und ein Vater, der stets zu mir hielt, sollte ich ab jetzt groß werden. Alles soweit in Ordnung, sollte man denken. Nur, dass ich nie gelernt habe,

Liebe zu geben und meine ersten drei Jahre durch Angst geprägt wurden, was mich dann auch in meiner gesamten Kindheit begleitete und ich stets versucht habe, zu verstecken. So verbrachte ich, trotz allem, eine glückliche Kindheit und Jugend. Irgendwann, ich war 29 Jahre, lernte ich eine Frau kennen. Sie sollte die Mutter meiner Kinder werden. So geschah es auch. 

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Wir haben die Parteien gefragt ....

Am 24.9.2017 wird in Deutschland gewählt. Wir haben das zum Anlass genommen, die 8 großen Parteien, die auf der Webseite zur Bundestagswahl gelistet sind, zu folgendem Thema Stellung zu nehmen:

Die Haltung der Parteien zur UN-Behindertenkonvention und was die Parteien unternehmen wollen, damit diese in Deutschland umgesetzt wird.
Dabei geht es ausschließlich um aktuelle Sachverhalte, wie EM-Rente, Sozialgesetzbuch oder sonstige von ihnen als Partei zu erwartende Ziele.



Leider haben uns nicht alle Parteien geantwortet. Wir wollen aber die uns vorliegenden Antworten hier unzensiert und unkommentiert publizieren, damit sie sich ihr eigenes Meinungsbild machen können. Sollten noch weitere, von den angeschriebenen Parteien Stellung beziehen, werden wir das hier ergänzen.
Gerne können unter dem Beitrag sachliche Kommentare abgegeben werden.  {Play}

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Bei der Rente können Schwerbehinderte früher ohne Abschlag in Rente gehen

Ab wann kann man die Rente als Schwerbehinderte in Anspruch nehmen?

Vor dem 63. Geburtstag ist es möglich die Rente ohne Abschläge in Anspruch zu nehmen.

 

Kann man die Rente für Schwerbehinderte auch vor dem 63. Geburtstag in Anspruch nehmen?

Ja, dieses ist möglich. Nach dem jeweiligen Geburtsdatum ist es auch schon mit über 60 Jahren möglich. Dabei sollte man aber beachten, dass man bei der Rente bis zur 10,8 Prozent (36 Monate x 0,3 wenn man drei Jahre früher in Rente geht) an Abschlägen haben kann. Das bedeutet bei einer durchschnittlichen Schwerbehindertenrente von 1089 Euro im Monat, würde man wenn man drei Jahre früher in Rente geht, auf fast 118 Euro im Monat verzichten. Jeder Monat vor dem 64 Lebensjahr kostet somit 0,3 Prozent ihrer Rente.

Eine genaue Tabelle finden Sie im Sozialgesetzbuch: § 236a SGB VI Altersrente für schwerbehinderte Menschen

 

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüll sein?

Es müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein.

1. Es muss am Tag des Rentenbeginns der Schwerbehindertengrad (von mindestens 50 GdB) bestehen.

2. Es muss die 35-jährige Wartezeit am Tag des Rentenbeginns erfüllt sein. Bei einer geringeren Wartezeit besteht kein Anspruch auf eine frühzeitige Rente wegen Schwerbehinderung. Es werden bei der Wartezeit auch z.B. Kinder­erziehung und des Bezugs von Kranken- oder Arbeits­losengeld berücksichtig, es lohnt sich dabei immer den Rentenverlauf im Überblick zu haben.

 

Hat man einen Anspruch bei einer späteren Verbesserung des Gesundheitszustands?

Wenn die Schwerbehindertenrente bewilligt wurden ist, sind Behinderten die Rente auch dann sicher, wenn sich der Gesundheitszustand im Ruhestand verbessert. Auch dann, wenn man später nicht mehr schwerbehindert ist, bleibt der Rentenanspruch bestehen. 

 

Was sollte man noch zur guter Letzt beachten?

Beantragen sie rechtzeitig ihre Rente auch wenn noch nicht der Behinderungsrad feststeht eventuell, weil ein Widerspruchsverfahren noch läuft. Warten Sie nicht. Beantragen Sie die Altersrente für Schwerbehinderte mit ihren passenden Wunschtermin. Denn es wird die Schwerbehinderung rückwirkend anerkannt, dass bedeutet: Sie bekommen rückwirkend automatisch einen Anspruch auf Rente. Denn ohne rechtzeitiger Beantragung gibt es erstmal keine Rente.

Quelle: http://www.focus.de/

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Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit ......

 

Vor zwei Jahren hätte ich noch folgendes gesagt:
Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit, habe eine tolle Familie, einen Mann der mich liebhat, Kinder, Eigentumswohnung, tollen Job. Alles perfekt - naja fast alles, seit ca. vier Jahren habe ich Zwangsstörungen, immer und immer wieder muss ich mich kontrollieren, besonders schlimm ist es auf der Arbeit, abschalten und das Wochenende oder einen Urlaub genießen geht nicht mehr, aber das ist bestimmt nur eine Phase ...
Ein halbes Jahr später wurde diese "Phase" immer schlimmer. Hinzu kamen Panik- und Angstattacken - ich erkannte mich nicht wieder, die die sonst mit beiden Beinen im Leben steht bekommt Zustände beim Einkaufen, Autofahren, Telefonieren etc. Ich konnte meine Veränderung merken, konnte sie aber nicht oder nur schwer in Worte fassen. Ich saß zitternd auf der Arbeit, immer in halb acht Stellung - die Angst vor Fehlern machte mich schier wahnsinnig, hinzu kam dann noch das meine rechte Gesichtshälfte sobald ich aufgeregt war, taub wurde.


Irgendwann fiel mir dann auf das ich immer öfters an Selbstmord dachte, weil der Druck der sich in mir aufbaute immer schlimmer wurde.

An einem Dienstag - den 15. Dezember 2015 - stand ich morgens weinend unter der Dusche - mein Mann hörte mich - sagte zieh dich an - wir fahren zum Arzt - kaum in der Praxis bin ich weinend zusammengebrochen, ich wusste nicht warum, ich wusste nur das ich - nicht mehr ich bin - ich wurde direkt krankgeschrieben. Ich war noch nicht mal in der Lage bei meinem Arbeitgeber anzurufen, das musste mein Mann für mich erledigen. Ich war nur noch fähig zu atmen und zu schlafen. Dennoch war mir bewusst das ich Hilfe brauchte, ich telefonierte Therapeuten ab, vergeblich, immer wieder sprang der AB bei ihnen an - keine Warteliste - Warteliste voll - Termine erst in zwei Jahren, ich bat meine Krankenkasse vergeblich um Unterstützung - fand dann eine Therapeutin ohne Kassenärztliche Zulassung - Rücksprache mit der Krankenkasse - sie sind kein Härtefall übernehmen wir nicht - also beschlossen wir, dass wir sie selbst zahlten, ich brauchte dringend Hilfe!

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